madvertise - Mitgründer Carsten Frien

madvertise - Mitgründer Carsten Frien

Interview mit Carsten Frien, Mitgründer und Geschäftsführer von madvertise.

Carsten Frien

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Carsten Frien,

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin ist definitiv eine der spannendsten Städte in Europa. Da ist es kein Wunder, dass genau hier dynamische und auch technologiegetriebene Unternehmen entstehen. In Berlin genießen wir ein internationales Flair, das es so in keiner anderen deutschen Stadt gibt. Diese Einflüsse wirken sich auch positiv auf die Entwicklung von Geschäftsideen aus.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Die sprichwörtliche „Berliner Luft“ scheint die Köpfe von Gründern tatsächlich freier zu machen und die Branche zu beflügeln. Berlin ist als Stadt einfach mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile. Die Gründerszene fühlt sich hier wohl und das merkt man am Output.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Das ist zum einen das "Cafe am Ufer" am Paul-Lincke-Ufer, zum anderen arbeite ich mit großer Leidenschaft für und bei madvertise. Gerade in einem Startup, bei dem der Zeiteinsatz in der Regel sehr hoch ist, ist der Spaß an der Arbeit enorm wichtig. Daher bin ich auch häufig rund um den Monbijouplatz 10 anzutreffen, wo sich die neuen Büroräume der madvertise Zentrale befinden.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter madvertise.de steht, in drei Sätzen beschreiben?

Unser Ziel ist es, mithilfe unseres Marktplatzes Anbieter mobiler Webseiten und Applikationen mit Werbetreibenden zusammenzubringen, um somit zielgenaue und schnelle mobile Werbekampagnen durchzuführen. Dafür haben wir eines der größten mobilen Publisher-Netzwerke im deutschsprachigen Raum aufgebaut und einen auf mobile-only spezialisierten AdServer mit den entsprechenden Targeting-Funktionen entwickelt. Ebenso ermöglichen wir Entwicklern mobiler Applikationen mit unserem madvertise App-KatAPPult eine garantierte Platzierung ihrer Apps in den entsprechenden Top 25 Kategorien der App Stores.

Wie groß ist Ihr Team?

Derzeit besteht unser Team aus 15 Mitarbeitern. Jedoch planen wir für dieses Jahr mindestens weitere 10 Mitarbeiter, vor allem im Bereich Sales, auf allen Karriere-Ebenen einzustellen.

Spüren Sie die Wirtschaftskrise? Wie ist die Lage?

Mit dem Fokus auf Mobile Advertising bewegen wir uns in einem Markt, der stark expandiert. Zielgenauere Targeting-Möglichkeiten mobiler Werbung und bereits viele erfolgreich durchgeführte Kampagnen sorgen dafür, dass Werbebudgets zunehmend von klassischen Werbeträgern auf mobile Medien verteilt werden. Von Wirtschaftskrise ist also nichts zu spüren. Im Gegenteil, derzeit wachsen wir auf allen Ebenen: Netzwerk-Reichweite, Werbekampagnen und Personal.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie, um madvertise noch bekannter zu machen?

Besonders effizient und wichtig ist für uns die Präsenz auf Fachmessen. Hier versammeln sich genau die Unternehmen und auch Einzelpersonen, die das Potential von Mobile Advertising erkannt haben und eben hier investieren wollen. Die Teilnahme an Veranstaltungen wie der dmexco, den M-Days oder dem Mobile World Congress, sind für uns selbstverständlich. Viele der hier geführten Gespräche und geknüpften Kontakte können wir direkt in Neu- und Anschlussgeschäft umwandeln.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um Marketing zu machen? Wenn ja, wie?

Wir engagieren uns verstärkt im Bereich Social Media, was bei einem technik- und innovationsgetriebenen Startup wie dem unserem obligatorisch ist. Da wir einen Personenkreis zu unseren Kunden zählen, der sich in den Neuen Medien absolut zu Hause fühlt, wollen wir auch genau dort wahrgenommen werden. Neben der aktiven Nutzung von Twitter sind wir als Unternehmen auch bei XING, Linkedin und Facebook vertreten.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Wenn sie sich mit genau der Sache selbständig gemacht haben, für die sie schon vorher Feuer und Flamme waren, dann ist der wichtigste Schritt bereits getan. Nun gilt es, mit Leidenschaft daran weiterzuarbeiten – unregelmäßige Arbeitszeiten, Kompromissbereitschaft und Reisetätigkeiten inklusive.

Ihr Tipp für den Internettrend 2010?

Stichwort App Economy. Ich kann mich den Prognosen der Marktforscher nur anschließen. Der App Markt steht vor einem weiteren großen Schritt nach vorne - sowohl, was die reine Anzahl der Apps in den einzelnen Stores angeht, also auch die Erlöse, die dadurch generiert werden können.

Vielen Dank für das Gespräch

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:36 Uhr

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