barcoo.de - Gründer Benjamin Thym

barcoo.de - Gründer Benjamin Thym

Benjamin Thym ist Geschäftsführer der checkitmobile GmbH, die im November 2008 die von ihm und zwei Freunden gegründete Handyanwendung barcoo gekauft hat. Mit barcoo (www.barcoo.de) werden Mobiltelefone zu Barcodescannern und informieren beim Einkauf über Produkte.

Benjamin Thym

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Benjamin Thym

Berlin gilt als StartUp-Hochburg - Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Gleich und gleich gesellt sich gern, insbesondere wenn es so schön ist. In Berlin können wir so viele andere StartUps treffen, wie in keiner anderen Stadt Kontinentaleuropas. Wenn man will, kann man fast jeden Abend zu einer anderen Gründer-, Szene- oder
Gleichgesinnten-Veranstaltung gehen. Und zusätzlich hat Berlin im Frühjahr und Sommer einfach eine hohe Lebensqualität.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Ich glaube, wir sind hier schneller als anderswo. Angeheizt durch Erfolge anderer StartUps aber auch die Nähe zu vielen Medien - welcher Fernsehsender hat keine Hauptstadtniederlassung? - schaffen von extern eine fordernde Arbeitsatmosphäre. Im Normalfall wirkt sich das positiv aus.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Auf meiner Couch. Aber wenn ich mal nicht dort oder im Büro bin zieht es mich im Sommer regelmäßig zum YAAM. Ich hoffe nur, dass Berlin diesen wunderbaren Ort nicht verlieren wird und dafür ein Bürogebäude mehr erhält. Wir haben ja bewusst nicht in Frankfurt am Main gegründet.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter barcoo steht, in drei Sätzen beschreiben?

40 Prozent der Deutschen wollen kritische und bewusste Verbraucher sein, aber nur 4 Prozent sind es. Mit barcoo bekommen Verbraucher mobil ein Stückchen mehr Transparenz: Testberichte, Öko- und Gesundheitsinformationen sowie einen lokalen Preisvergleich zu dem gerade mit dem Handy gescannten Produkt.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind nach dem Zusammengehen mit unserem ehemaligen Konkurrenten neun Kollegen.

Spüren Sie die Wirtschaftskrise? Wie ist die Lage?

Da wir uns mit unseren mobilen Diensten in einem extrem wachsenden Markt bewegen, spüren wir keine direkten Auswirkungen der Krise.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um barcoo noch bekannter zu machen?

Wir haben gerade unsere iPhone-App i.barcoo.de gestartet und damit einen großen Schub bekommen und eine noch größere Bekanntheit erreicht. Sonst sind wir in der glücklichen Lage, dass die Presse derzeit gerne über neue mobile Dienste berichtet. Das hilft uns sicherlich sehr.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um Marketing zu machen? Wenn ja wie?

Ja, wir benutzen diese Tools in Maßen. Durch Twitter erreichen wir interessante Menschen, die - sofern es sie interessiert - viral unsere Meldungen weitertragen. Das funktioniert bereits gut. Wir haben kürzlich
auch eine Facebook-Page gestartet aber ohne Hilfe startet die nicht durch. Das steht für 2010 auf dem Plan.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Seid naiv und lasst Euch nicht von Kritikern den Mut nehmen.

Ihr Tipp für den Internettrend 2010?

Ich könnte mir vorstellen, dass Twitter zum Ende des Jahres ganz langsam in anderen Diensten aufgeht und nicht mehr die exklusive Echtzeit-Relevanz wie jetzt innehaben wird. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen werden Echtzeit-Informationen nächstes Jahr noch wichtiger.

Vielen Dank für das Gespräch!

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:31 Uhr

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