Studdex.com - Gründer Felix Schulte

Studdex.com - Gründer Felix Schulte

Felix Schulte ist einer der zwei Gründer von studdex.com. Das Onlineportal bringt weltweit Hochschulen und Studenten zusammen. Mitte 2009 zog das Unternehmen von Witten nach Berlin.

Felix Schulte

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Felix Schulte

Berlin gilt als StartUp-Hochburg - Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin ist eine Weltstadt und die einzige Metropole in Deutschland. Man trifft hier tagtäglich interessante Leute, die sich gegenseitig inspirieren. Außerdem ist die Stimmung innerhalb der Szene sehr ansteckend. Hinzu kommen noch pragmatische Gründe, wie relativ niedrige Kosten und eine gute Infrastruktur an Dienstleistern wie Agenturen oder Kanzleien.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Für studdex spielt Internationalität die entscheidende Rolle. Nirgendwo in Deutschland findet man soviel Sprach- und Kulturkompetenz auf einem Fleck. Für uns ist dies extrem bereichernd, da wir Anregungen von überall bekommen und auch leicht die internationalen Mitarbeiter finden, die wir als weltweite Plattform brauchen.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Ich bin gerne an der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain oder auf dem Müggelsee beim Segeln.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter studdex.com steht, in drei Sätzen beschreiben?

Auf studdex.com können Studenten Kurse und Studienplätze an vielen Universitäten weltweit suchen und sich dann auch sofort, ohne Papierkram, online bewerben. Unsere Partnerunis haben sich dazu verpflichtet jede Bewerbung in weniger als 15 Tagen zu bearbeiten. Für Studenten ist dieser Service komplett kostenlos, unsere Unis erlassen sogar die Bewerbungsgebühren. studdex bietet dabei das komplette Bildungsangebot von Summer Sessions, Auslandssemestern, kompletten
Hochschulabschlüssen und Sprachkursen an.

Wie groß ist Ihr Team?

studdex sind zur Zeit die beiden Gründer, sechs Programmierer und drei weitere feste Mitarbeiter im Support.

Spüren Sie die Wirtschaftskrise? Wie ist die Lage?

Bildung ist wahrscheinlich mit das krisensicherste Geschäft, dass es gibt. Niemand wird sein Kind nicht zur Uni schicken, weil der Dax gerade nicht so hoch steht. Allerdings merkt man die Krise bei Finanzierungsrunden. Die Bewertungen sind generell niedriger als noch Anfang 2007. Wir hatten gehofft, dass die Krise den Arbeitsmarkt für Programmierer entspannen würde, doch leider sind die immer noch sehr schwer zu finden.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um studdex.com noch bekannter zu machen?


Ein bekannter deutscher Investor hat mal gesagt: Probiert alles was ihr könnt. 90 Prozent werden ins Leere laufen, aber das Problem ist, dass ihr vorher nicht wisst welche. Von daher bemühen wir uns um einen Mix aus PR, SEM (Suchmaschinenmarketing), SEO (Suchmaschinenoptimierung), Printwerbung und viel Word of Mouth.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um Marketing zu machen? Wenn ja wie?

Natürlich twittern wir fleißig mit dem Twitternamen @studdex unter www.twitter.com/studdex über alles rund um Hochschulbildung weltweit. Mit unserer Fanpage bei Facebook wollen wir mit den Studenten weltweit in Kontakt und Dialog treten. Außerdem bietet studdex.com die Registrierung über facebook connect an. Kein Mensch will sich heutzutage noch ein Passwort merken. Facebook connect ist dabei erst der erste Schritt studdex noch näher an Soziale Netzwerke zu binden.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Viel ausprobieren und bloß nicht von der Bürokratie unterkriegen lassen.

Ihr Tipp für den Internettrend 2010?

Im Moment sind Games sehr heiß, allerdings auch sehr umkämpft. Mobile wird immer wichtiger, ich würde es jedoch nicht als eigenen Trend bezeichnen sondern mehr als Ergänzung. E-Commerce wird weiter boomen. Alles in allem glaube ich nicht, dass es den einen Trend gibt, sondern sich generell immer mehr Richtung online verschiebt und das Internet jeden Bereich immer mehr beeinflussen wird. Dies ist gut, da User so immer für neue Angebote offen sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:20 Uhr

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