Panfu.de-Mitbegründer Moritz Hohl

Panfu.de-Mitbegründer Moritz Hohl

Die kleinen Panda-Bären der Panfu.de-Welten sind jüngeren Internetnutzern inzwischen nicht mehr unbekannt. Wir haben Mitbegründer Moritz Hohl zu seiner Arbeit in der Hauptstadt befragt.

Moritz Hohl

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Panfu.de Mitbegründer Moritz Hohl

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin vereint eine Menge positive Aspekte. Neben wirklich vielen talentierten und gut ausgebildeten, kreativen Köpfen sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich sehr gering. Das ist natürlich wichtig, vor allem für junge Gründer. Ansonsten ist Berlin einfach nur eine coole Stadt und der perfekte Ort um sich auszutauschen.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Ein kreatives Umfeld ist für uns als Gaming-Startup wichtig. Wir profitieren von der Internationalität der Stadt. Unsere Unternehmenssprache ist Englisch und mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter kommen nicht aus Deutschland. Ich denke, das ist fast nur in Berlin wirklich umsetzbar. Viele Leute sind auch schon nach Berlin gezogen, um für uns zu arbeiten und sind begeistert.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Im Sommer genieße ich gerne die gute Laune bei der Mauerpark-Karaoke und gehe häufig in den Club der Visionäre. Im Winter ist meine Wohnung mein Lieblingshotspot.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter panfu.de.de steht, in drei Sätzen beschreiben?

Wir bauen mit panfu.de virtuelle Welten für Kinder und sind mit unserem Angebot führend in Deutschland und Europa. Hierbei ist es ganz wichtig, dass alle Kinder den größten Teil der Angebote kostenlos nutzen können. Zusatzfunktionen sind über eine Mitgliedschaft der Eltern verfügbar und können freigeschaltet werden.

Wie groß ist Ihr Team?

Derzeit beschäftigen wir 30 Mitarbeiter aus 11 Ländern. Nicht einmal die Hälfte unseres Teams kommt aus Deutschland.

Spüren Sie die Wirtschaftskrise? Wie ist die Lage?

Verständlicherweise sparen die Eltern bei ihren Kindern bisher nicht merkbar. Wir haben von der Krise glücklicherweise bisher nichts gemerkt.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie, um panfu.de noch bekannter zu machen?

Panfu ist natürlich sehr viral, da viele Kinder gemeinsam mit ihren Freunden spielen wollen. Außer diesem wirklich sehr großen viralen Marketingaspekt setzen wir auf Kampagnen in Print-, Rundfunk- und Onlinemedien.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter, um Marketing zu machen? Wenn ja, wie?

Ja, es gibt einen Panfu YouTube-Channel und wir haben erste Experimente mit Twitter gestartet. Bisher haben wir jedoch ehrlichgesagt das Thema Social Media etwas stiefmütterlich behandelt und sind dabei auszuloten, welche Kanäle sinnvoll sind.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Mein Rat wäre, bei der Entwicklung einer Businessidee auf folgende Kriterien zu achten: Habe ich eine klar definierte Zielgruppe, der ich mit meinem Produkt einen eindeutigen und leicht verständlichen Nutzen bieten kann? Ist mein Geschäftsmodell klar definiert und basiert es nicht nur auf Werbeumsätzen?

Außerdem sollten junge Gründer einen absoluten Fokus auf die Arbeit legen und viel Durchhaltevermögen mitbringen.

Ihr Tipp für den Internettrend 2010?

Nach den erfolgreichen Gaming-Applikationen auf Facebook denke ich, dass Social-Shopping- Applikationen im Jahr 2010 stark im Kommen sein werden: mit Freunden gemeinsam shoppen und Empfehlungen für Produkte von Freunden erhalten und selbst verschicken. Ansonsten wird es im Jahr 2010 sicherlich weiterhin ein erhebliches Wachstum im Bereich der Browsergames geben, gerade in den jüngeren Zielgruppen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:19 Uhr

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