Umweltverbände haben auch Bedenken gegen neue Tesla-Pläne

Umweltverbände haben auch Bedenken gegen neue Tesla-Pläne

Mehrere Umweltverbände sehen auch die jüngsten Pläne von US-Elektroautobauer Tesla für seine Fabrik in Grünheide bei Berlin kritisch.

Baustelle Tesla Gigafactory

© dpa

Das Baugelände der Tesla Gigafactory östlich von Berlin.

Die Beurteilung der geplanten Batteriefabrik in den neuen Antragsunterlagen für die Genehmigung sei schwierig, «weil alles geschwärzt ist», sagte der Landesgeschäftsführer der Grünen Liga, Michael Ganschow, am Freitag (20. August 2021). «Die Mengenangaben kann man nicht nachvollziehen, die Stoffe nicht nachvollziehen.» Die Batteriefabrik werde auf die Grenze eines Wasserschutzgebietes gebaut, sodass bestimmte Gefahrenstoffe nicht verboten seien.

Tesla baut bisher nur über vorzeitige Zulassungen

Tesla will in Grünheide möglichst zum Jahresende mit der Produktion beginnen, der Start war ursprünglich schon für Juli geplant. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg steht bisher aus, deshalb baut das Unternehmen über einzelne vorzeitige Zulassungen. Die Geschäftsführerin des Nabu Brandenburg, Christiane Schröder, lehnt weitere vorzeitige Zulassungen für die Ansiedlung ab. «Weil man hier einfach Gefahr läuft, Dinge in die Landschaft zu bauen und Störfälle zu erzeugen, die dann nicht mehr eingefangen werden können», sagte Schröder.

Umweltverbände scheiterten mit Eilantrag gegen weitere vorzeitige Genehmigung

Die Frist für Einwendungen gegen den aktualisierten Antrag von Tesla ist in der Nacht zu Freitag um Mitternacht abgelaufen. Beide Umweltverbände waren im Juli mit einem Eilantrag gegen eine weitere vorzeitige Genehmigung für den Bau gescheitert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. August 2021 13:11 Uhr

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