Tesla rodet für Fabrik: Widerspruch von Naturschützern

Tesla rodet für Fabrik: Widerspruch von Naturschützern

Auf dem Gelände der geplanten Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla geht die Rodung von Bäumen weiter.

Baustelle der Tesla Giga-Factory

© dpa

Das bestätigte das Umweltministerium am Freitag (04. Dezember 2020). Tesla müsse den Beginn der Arbeiten anzeigen - das sei gemacht worden, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Zunächst hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet. Am Montag hatte das Landesamt für Umwelt genehmigt, dass Tesla für den Bau seiner Fabrik weitere 82,8 Hektar Waldfläche roden darf. Das Gelände benötigt Tesla den Angaben zufolge für Rohrleitungen und als Lagerungsmöglichkeit. Bei einer ersten Rodung war eine Fläche von 92 Hektar abgeholzt worden.

Naturschutzverbände haben Widerspruch gegen vorzeitige Rodung eingelegt

Die Naturschutzverbände NABU und Grüne Liga legten beim Landesamt für Umwelt Widerspruch gegen die neue vorzeitige Rodung ein. «Kritisch sehen wir bei der Rodung vor allem den Artenschutz», sagte Vertreter Steffen Schorcht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Naturschutzverbände sehen sich dabei unzureichend beteiligt.» Auf dem Rodungsgebiet leben Schlingnattern, Bussarde, Grünspechte und Fledermäuse. Schorcht forderte einen sofortigen Rodungsstopp und keine weiteren vorfristigen Genehmigungen. Das betreffe auch die Erlaubnis für den Aufbau der Lackieranlage durch das Landesamt für Umwelt. Auch Anwohner kritisieren das Projekt und befürchten unter anderem Probleme mit dem Trinkwasser.

Tesla baut über vorläufige Zulassungen

Tesla will jährlich rund 500 000 Wagen der kompakten Fahrzeuge Model 3 und Model Y herstellen. Bisher baut Tesla über einzelne vorläufige Zulassungen, weil die komplette umweltrechtliche Genehmigung des Landes Brandenburg noch aussteht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 16:54 Uhr

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