Tesla-Kritiker debattieren über Wasserprobleme

Tesla-Kritiker debattieren über Wasserprobleme

Die Anhörung von Tesla-Kritikern ist am zweiten Tag mit kritischen Fragen an das Land Brandenburg zum Thema Wasser für die geplante Fabrik des US-Elektroautobauers bei Berlin weitergegangen.

Luftaufnahme der künftigen Gigafactory Berlin-Brandenburg.

© dpa

Luftaufnahme der künftigen Gigafactory Berlin-Brandenburg von Tesla.

Nach mehreren Befangenheitsanträgen gegen Versammlungsleiter Ulrich Stock vom Landesumweltamt gab es am Donnerstag (24. September 2020) in Erkner einen neuen: Dabei sei es unter anderem um den Vorwurf gegangen, Stock sei nicht neutral, sagte die Sprecherin des Brandenburger Umweltministeriums, Frauke Zelt. Nach einer Unterbrechung wies die Behörde den Antrag zurück.

Kritiker befürchten Trinkwasserprobleme

Tesla will vom kommenden Sommer an zunächst mit rund 12 000 Mitarbeitern bis zu 500 000 E-Autos pro Jahr herstellen. Kritiker bemängeln, dass das Fabrikgelände in einem Wasserschutzgebiet liegt und fürchten Trinkwasserprobleme in der Region. Den geplanten Wasserverbrauch hatte Tesla von 3,3 auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter in der Spitze pro Jahr reduziert. Der Wasserverband Strausberg-Erkner genehmigte am Dienstag bei einer Verbandsversammlung den Antrag zur Erschließung für das Werk in der ersten Ausbaustufe. Im Juli warnte der Verbandsvorsteher vor zu wenig Trinkwasser für den Ausbau.

Tesla baut bisher auf eigenes Risiko

Gegen die Fabrik waren beim Brandenburger Landesumweltamt 414 Einwände eingegangen. Die Beiträge der Anhörung, die möglicherweise noch mehrere Tage dauert, sollen in das Verfahren zur umweltrechtlichen Genehmigung fließen. Eine Entscheidung ist nach Angaben des Umweltamts noch nicht gefallen. Tesla baut in Grünheide bei Berlin auf eigenes Risiko nach vorläufigen Genehmigungen des Landes.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. September 2020 14:10 Uhr

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