Anhörung zu Tesla-Fabrik: Kritiker tragen Bedenken vor

Anhörung zu Tesla-Fabrik: Kritiker tragen Bedenken vor

Mit einem halben Jahr Verspätung wegen der Corona-Pandemie können rund 400 Kritiker der geplanten Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Brandenburg bei einer Anhörung heute (23. September 2020) zu Wort kommen.

Baustelle der Tesla Giga-Factory

© dpa

Eine Fassade wird an einen Rohbau auf der Baustelle der Tesla Gigafactory montiert.

Wer eine sogenannte Einwendung gegen das Projekt beim Land eingereicht hat, bekommt bei der Erörterung in Erkner Gelegenheit, die Kritik gegenüber dem Landesumweltamt zu begründen. Beim Land gingen 406 Einwendungen gegen die umweltrechtliche Genehmigung von Tesla ein, die meisten für den ersten Antrag, den Tesla aktualisiert hat. Umstritten bei Umwelt- und Naturschützern sind vor allem die Pläne zur Nutzung von Wasser, das Roden von Wald und das Bauen mit Pfählen. Tesla hatte den geplanten Wasserverbrauch und die Zahl der Pfähle nach Kritik reduziert.

Endgültige Genehmigung für Tesla-Werk steht noch aus

Bisher ist offen, wann das Land grünes Licht für das Projekt in Grünheide bei Berlin gibt - das hängt auch vom Anhörungstermin ab. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ging im Februar davon aus, dass mit einer Genehmigung gerechnet werden könne. Damals wies das Gericht Beschwerden gegen eine vorläufige Genehmigung zum Roden von Wald zurück. Seither baut Tesla über vorläufige Befugnisse für einzelne Bauschritte. Tesla will von Sommer 2021 an in einer ersten Ausbaustufe mit rund 12 000 Mitarbeitern 500 000 Elektroautos pro Jahr bauen und dort auch Batterien fertigen. Unternehmenschef Elon Musk besuchte die Baustelle Anfang September und wies Umweltbedenken gegen die Fabrik zurück.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. September 2020 09:18 Uhr

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