Tesla: Überlegungen zu Ausbau der Infrastruktur

Tesla: Überlegungen zu Ausbau der Infrastruktur

Damit die Infrastruktur rund um Grünheide (Oder-Spree) und das neue Werk des US-Elektroautobauers Tesla aufeinander abgestimmt sind, muss der alte Bebauungsplan der Gemeinde geändert werden.

Baustelle der Tesla Giga-Factory

© dpa

Eine Fassade wird an einen Rohbau auf der Baustelle der Tesla Gigafactory montiert.

Auf einer Informationsveranstaltung am Donnerstag stellten die Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburg (LEG) und die zuständigen Ingenieure den Planungsstand im Bereich Verkehr im Bebauungsplan vor. Die LEG koordiniert das Änderungsverfahren. Arne Christiani, Bürgermeister von Grünheide, nannte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag unter anderem den Bau einer neuen Straße zwischen dem Bahnhof Fangschleuse und einer neuen Autobahnanbindung, den Ausbau der L38 im Süden und den Neubau an die Anschlussstelle der Bundesautobahn A10. Zunächst müsse aber die Gemeinde über den Bebauungsplan entscheiden. Zuvor hatte der rbb über die Pläne berichtet.
Diese Ausbau-Pläne seien verbunden mit den Prognosen zu den Verkehrsströmen und der Zahl der Beschäftigten in künftigen Werken von Tesla, erläuterte Christiani. Der US-Elektroautobauer will vom Sommer nächsten Jahres an in Grünheide bis zu 500 000 Fahrzeuge im Jahr produzieren, dafür sind in einer ersten Ausbaustufe etwa 12 000 Arbeitsplätze geplant.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hält es für möglich, dass die Fabrik perspektivisch für die nächsten zehn Jahre je nach Marktsituation bis zu 40 000 Mitarbeiter haben könnte. Das sei das Maximalszenario, an dem sich die Planung trotzdem orientieren sollte, sagte er in Grünheide. Seitens der Landesregierung werde man verantwortungsvoll mit den Auswirkungen der Industrieansiedlung auf die Bürger umgehen, betonte der Minister.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 11. September 2020 15:55 Uhr

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