Kritisierte Pfahlgründungen von Tesla: Anzahl noch unbekannt

Kritisierte Pfahlgründungen von Tesla: Anzahl noch unbekannt

Die Gesamtzahl der von Naturschützern kritisierten Pfahlgründungen auf dem künftigen Gelände des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin ist noch unbekannt.

Baugelände Tesla Gigafactory

© dpa

Bislang seien 20 zugelassen, vermutlich 100 seien vom Unternehmen geplant, informierte Axel Steffen, Abteilungsleiter Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit im Umweltministerium, am Mittwoch (03. Juni 2020) im Landtagsausschuss für Landwirtschaft und Umweltschutz. Die Arbeiten werden bislang auf eigenes Risiko von Tesla vorgenommen, um den künftigen Bedarf für den Bau der Fabrik zu ermitteln. «Das ist dem Zeitplan von Tesla geschuldet. Man wolle keine Verzögerungen», sagte er. Ab 2021 sollen in Grünheide rund 500 000 Elektroautos pro Jahr hergestellt werden. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung fehlt dafür noch.

Keine Genehmigung für Pfahlbelastungsproben nötig

Pfahlbelastungsproben seien nicht genehmigungspflichtig, sondern müssten nur angezeigt werden, sagte Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne). Damit wolle Tesla versuchsweise testen, ob sie einer Belastung von drei Tonnen Stand halten. «Es gibt aber keinen Tesla-Bonus», stellte Vogel klar. «Wir würden dann vor dem Kadi landen.» Der Linke-Landtagsabgeordnete Thomas Domres kritisierte, dass die Auswirkungen auf das Grundwasser völlig unklar seien.

Termin zur Erörterung von Bürger-Einwendungen gegen Tesla steht aus

«Wir erwarten den Antrag des Unternehmens, wie viele Pfahlgründungen am Ende notwendig sind», sagte Steffen. Angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Krise gebe es noch keinen Termin zur Erörterung der Einwendungen gegen das Projekt, der ursprünglich im März geplant war. Er sei aber zuversichtlich, dass eine Veranstaltung mit physischer Präsenz von Bürgern stattfinden werde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. Juni 2020 09:08 Uhr

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