Wirtschaftsforscher kritisiert Rodungsstopp für Tesla

Wirtschaftsforscher kritisiert Rodungsstopp für Tesla

Der Ökonom Marcel Fratzscher sieht den gerichtlich verfügten Stopp der Rodungsarbeiten auf dem Gelände der geplanten Tesla-Fabrik bei Berlin kritisch.

Rodungsarbeiten

© dpa

Rodungsmaschinen stehen auf dem Gelände für die geplante Tesla-Fabrik.

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - dies scheint für wichtige Großprojekte in Deutschland immer seltener zu gelten», sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dem Handelsblatt (17. Februar 2020). Der Fall Tesla sei symptomatisch für eine überbordende, ineffiziente und selbstgefällige Bürokratie, die immer häufiger eine Bremse für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sei.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte mit seiner Entscheidung vom Samstagabend einer Beschwerde der Grünen Liga Brandenburg entsprochen. Noch von Donnerstagabend bis Samstagabend waren auf dem Gelände in Grünheide zahlreiche Bäume gefällt worden: 29 sogenannte Harvester und 9 Spezialmaschinen hatten in rasanter Geschwindigkeit meist Kiefern gefällt und zum Abtransport vorbereitet. Bis Dienstag sind nun Einwendungen bei Gericht möglich.
Am Donnerstag erst hatte das Landesumweltamt die Genehmigung für den vorzeitigen Beginn der Rodung erteilt. Für den Bau des Tesla-Werks gibt es aber noch keine Genehmigung, das Verfahren läuft noch. Sollte die Genehmigung für das Vorhaben doch nicht erteilt werden können, müsste Tesla nach Angaben des Potsdamer Umweltministeriums den Wald angemessen aufforsten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Februar 2020 09:05 Uhr

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