Grüne Liga: Tesla nicht verhindern, aber Verfahren einhalten

Grüne Liga: Tesla nicht verhindern, aber Verfahren einhalten

Die Grüne Liga Brandenburg zeigt sich erleichtert nach dem vorläufigen Stopp der Rodungsarbeiten auf dem Gelände für das künftige Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin.

Rodungsarbeiten für geplante Tesla-Fabrik gestoppt

© dpa

16.02.2020, Brandenburg, Grünheide: Gerodete Bäumen liegen gestapelt auf der Einfahrt zum Gelände für die geplante Tesla-Fabrik. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat die laufenden Rodungsarbeiten auf dem Gelände für die geplante Tesla-Fabrik in Grünheide vorläufig gestoppt.

«Wir wollen aber Tesla nicht verhindern», sagte Heinz-Herwig Mascher, Vorsitzender der Grünen Liga Brandenburg, am Sonntag (16. Februar 2020) auf Anfrage. Das Unternehmen sollte aber nicht anders als andere behandelt werden. Solange das Verfahren nicht abgeschlossen sei, dürften keine Tatsachen geschaffen werden, die dann nicht mehr rückgängig zu machen seien.

Rodungsarbeiten am Samstag gerichtlich gestoppt

An Samstagabend hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Rodungsarbeiten auf Antrag der Grünen Liga gestoppt (Az.; OVG 11 S 8.20). Zuvor waren sie vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) mit dem Verein für Landschaftspflege und Artenschutz Bayern damit gescheitert, mit Eilanträgen die Baumfällarbeiten zu verhindern.

Genehmigungsverfahren für Tesla läuft noch bis Mitte März

Bis kommenden Dienstag (18 Februar 2020) haben nach Angaben von Mascher die Umweltschützer nun Gelegenheit, Einwendungen vorzubringen. Er kritisierte, dass die vorzeitige Erlaubnis des Landesamtes für Umwelt für die Rodung ihnen nicht vorliege. Im Genehmigungsverfahren sind noch bis 5. März 2020 Einwendungen möglich. Am 18. März werden diese dann öffentlich erörtert. Erst nach anschließender Prüfung gibt es eine Genehmigung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Februar 2020 10:41 Uhr

Weitere Meldungen