Hunderte Bürger sehen sich Teslas Unterlagen für Fabrik an

Hunderte Bürger sehen sich Teslas Unterlagen für Fabrik an

Mehrere hundert Bürger haben sich seit Januar über die Unterlagen des US-Elektroautobauers Tesla zur Genehmigung der geplanten Fabrik in Brandenburg informiert.

Tesla in Grünheide

© dpa

25.01.2020, Brandenburg, Grünheide: Ein Schild mit der Aufschrift «Grünheide ist Sexy» steht neben einem Elektrofahrzeug der Marke Tesla am Rande einer Kundgebung von Anwohnern für den Bau der geplanten Tesla-Fabrik.

In Grünheide (Kreis Oder-Spree), wo die Fabrik von Tesla entstehen soll, kamen nach Angaben von Bürgermeister Arne Christiani (parteilos) innerhalb von vier Wochen rund 230 Bürger zur Einsichtnahme der Akten ins Rathaus. «Es ist angenommen worden.»

Rund 120 Interessierte in Erkner

In der Stadt Erkner waren es nach Angaben von Sprecherin Daniela Sell rund 120 Interessierte, ins Amt Spreenhagen kamen laut Amtsdirektor Hans-Joachim Schröder um die 40 Bürger. Die Unterlagen konnten auch im Landesamt für Umwelt Frankfurt (Oder) eingesehen werden. Am Mittwoch endete die Frist, um den Antrag von Tesla zur Genehmigung einzusehen.
Mann beim Jubel
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Zweistellige Zahl an Einwendungen

Gegen das Projekt der Autofabrik regt sich trotz aller Euphorie auch Kritik. Bisher sei eine zweistellige Zahl an Einwendungen dagegen eingegangen, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt. Wer sich gegen das Vorhaben wenden will, hat für Einwendungen allerdings noch bis zum 5. März Gelegenheit, sich beim Landesamt für Umwelt in Potsdam, in den Rathäusern Grünheide und Erkner oder im Amt Spreenhagen zu melden.

Bedenken wegen Wasserversorgung des geplanten Werks

Tesla will in Grünheide von Juli nächsten Jahres an bis zu 500 000 Elektrofahrzeuge im Jahr vom Band rollen lassen. Bedenken gibt es bei Bürgern unter anderem wegen der geplanten Wasserversorgung des Werks. Es braucht den Unternehmensplänen zufolge bis zu 372 000 Liter pro Stunde. Vertreter von Tesla hatten bei einer Infoveranstaltung für Bürger in Potsdam nach Teilnehmerangaben erklärt, den Verbrauch senken zu wollen.
In einer weiteren Informationsveranstaltung mit Vertretern der Gemeinde Grünheide und von Tesla in dem Ortsteil Hangelsberg hatten Bürger am Mittwoch (05. Februar 2020) Gelegenheit, Fragen zu stellen. Zudem wollte der Wasserverband Strausberg-Erkner tagen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte angesichts von Bedenken und Protesten zu Geduld aufgerufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Februar 2020 15:54 Uhr

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