Steinbach: Unverständnis für Skeptiker der Tesla-Ansiedlung

Steinbach: Unverständnis für Skeptiker der Tesla-Ansiedlung

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat laut einem Medienbericht Unverständnis für Skeptiker der Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) gezeigt.

Jörg Steinbach steht im Landtag von Brandenburg

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Jörg Steinbach (SPD), Minister für Wirtschaft und Arbeit von Brandenburg, steht im Landtag.

Die Bereitschaft, Veränderungen mitzutragen, sei nicht überall gegeben, sagte er der Märkischen Oderzeitung in einem Interview. «Wir haben eine große Beharrungsmentalität», sagte er dem Blatt. Die Leute wollten, dass ihre Kinder nicht mehr für gute Jobs wegziehen müssen. Es solle zu Hause gute Jobs geben - aber nicht in Form einer Fabrik, nicht vor der eigenen Haustür, so Steinbach.
Die Reaktionen der Bevölkerung in Grünheide habe er bislang ganz überwiegend als sehr konstruktiv empfunden, sagte Steinbach weiter. Er hoffe, dass jetzt mit dem neuen Informationsbüro von Tesla vor Ort die offenen Fragen beantwortet werden könnten. Aus seiner Sicht habe das Unternehmen unterschätzt, wie viel Kommunikation in einem Land wie Deutschland notwendig sei und werde hoffentlich mehr Verantwortung auf diesem Gebiet übernehmen.
Mann beim Jubel
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Gegner und Befürworter der geplanten Fabrik-Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla demonstrierten am 18. Januar 2020 in Grünheide (Oder-Spree). Bereits am vergangenen Wochenende hatte es eine Demonstration gegen die geplante Rodung und Ansiedlung auf dem Gebiet der Gemeinde gegeben.
In Grünheide bei Berlin sollen vom Sommer 2021 an Elektroautos der Typen Model 3 und Y gebaut werden. Der Vorstand hat den Kaufvertrag mit dem Land bisher noch nicht unterschrieben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 18. Januar 2020 19:37 Uhr

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