Tesla-Unterlagen zu Genehmigungsverfahren liegen aus

Tesla-Unterlagen zu Genehmigungsverfahren liegen aus

Durch die Ansiedlung seiner künftigen «Gigafactory» in Grünheide bei Berlin erwartet der US-amerikanische E-Auto-Hersteller Tesla nur geringe Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Geplantes Tesla-Gelände

© dpa

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin.

Laut dem seit Montag, den 6. Januar 2020 öffentlich ausliegenden Umweltverträglichkeitsbericht des Unternehmens sind es während der Bauphase jedoch mehr. Bis zu 500.000 Fahrzeuge der Typen Model 3 und Y sowie künftiger Modelle sollen dort gebaut werden.

Einwendungen bis 5. März möglich

Der Naturschutzbund Brandenburg sichte und prüfe derzeit den Bericht, sagte Sprecherin Heidrun Schöning. Angesicht des umfangreichen Berichtes dauere das seine Zeit. Bürger oder Naturschutzverbände können bis 5. März Einwendungen gegen das Vorhaben einreichen.

Produktionshallen statt Kiefernforst

Unterdessen laufen erste Vorbereitungen für die Ansiedlung. So sollen für die künftige Großfabrik 153 Hektar Wald auf dem 300 Hektar großen Areal gefällt werden, heißt es in dem Bericht. Die Fläche, auf der derzeit meist Kiefern wachsen, solle dann versiegelt und mit Produktionshallen bebaut werden.

Waldameisen werden umgesiedelt

Noch in diesem Monat sollen Zäune installiert werden, um die Einwanderung von Reptilien zu verhindern. Bis April sollen die Tiere umgesetzt werden. Waldameisen-Nester werden geborgen und an geeignete Standorte gebracht. Eine Vielzahl möglicher Quartiere für Fledermäuse werde erfasst. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Gebiet auch ein Wolf unterwegs sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. Januar 2020 15:20 Uhr

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