Wirtschaft fordert mehr Kontrollen der 2G-Regel

Wirtschaft fordert mehr Kontrollen der 2G-Regel

Aus der Berliner Wirtschaft gibt es Zustimmung für die Senatsentscheidung, die 2G-Regel in Berlin auszuweiten, aber auch die Forderung nach mehr Kontrollen.

Alexander Schirp

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Alexander Schirp, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

«Wir müssen alles dafür tun, die Corona-Fallzahlen wieder zu senken. Eine Verschärfung der Kontaktregeln in Richtung 2G ist aus unserer Sicht der richtige Weg», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), Alexander Schirp, am Donnerstag (11. November 2021). «Allerdings müssen dazu auch die Kontrollen deutlich intensiviert und die Beschränkungen flächendeckend durchgesetzt werden. Regeln, die nur auf dem Papier stehen, bringen nichts.»

2G-Regel wird stark ausgeweitet

Der Berliner Senat hatte am Mittwoch beschlossen, die 2G-Regel deutlich auszuweiten. Angesichts der gestiegenen Zahlen von Corona-Fällen sollen von Montag (15. November 2021) an nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt zu Restaurants, Kinos, Theatern, Museen oder Galerien haben, nicht auch Getestete. Das betrifft beispielsweise auch Freizeiteinrichtungen wie Saunen und Thermen sowie geschlossene Räume in Freizeitparks, im Berliner Zoo, Tierpark oder Botanischen Garten.

Schirp: Arbeitgeber sollten Auskunftsrecht über Impfstatus bekommem

Schirp sagte, die Unternehmen könnten sich am besten schützen, wenn nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete zur Arbeit kommen dürfen. Dafür sei schnellstmöglich eine bundesweite Regelung nötig. «Wir unterstützen den Vorschlag der Gesundheitsministerkonferenz, dass Arbeitgeber ein Auskunftsrecht darüber bekommen, ob ihre Beschäftigten genesen oder geimpft sind.»

Mehr Booster-Impfungen gefordert

Mit dieser Information ließen sich betriebliche Hygienekonzepte am effektivsten umsetzen. «Auch bei den Booster-Impfungen brauchen wir mehr Tempo», forderte Schirp. «Bei niedrigschwelligen Impfangeboten und Informationskampagnen sehen wir noch Luft nach oben.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. November 2021 12:57 Uhr

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