Ifo-Geschäftsklima in Ostdeutschland sehr deutlich gesunken

Ifo-Geschäftsklima in Ostdeutschland sehr deutlich gesunken

Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft ist auf Talfahrt.

Ifo-Institut

© dpa

Das Dresdner Ifo-Institut konstatierte am Donnerstag (28. Oktober 2021) für Oktober eine «überaus deutliche» negative Entwicklung. Die Unternehmen hätten ihre aktuelle Lage schlechter eingeschätzt als im Monat zuvor. «Gleichzeitig brachen ihre Erwartungen im Vergleich zum Vormonat ein. Die Unternehmen blicken mittlerweile wieder pessimistisch auf ihre Zukunft», hieß es.
Nach Angaben des Institutes kühlte sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe auch im Oktober merklich ab. Der Negativtrend der letzten Monate habe sich ungebrochen fortgesetzt. «Während die laufenden Geschäfte deutlich weniger gut bewertet wurden, senkten die Industrieunternehmen ihren Ausblick auf die kommenden Monate spürbar.»
Ähnlich wurde die Situation im ostdeutschen Dienstleistungssektor bewertet. Im Handel sah es etwas besser aus. Im Großhandel habe sich Einschätzung der Lage im Vergleich zum Vormonat sogar deutlich verbessert, hieß es. Im Bauhauptgewerbe gab es eine differenzierte Beurteilung: «Die befragten Bauunternehmen bewerteten ihre laufenden Geschäfte deutlich weniger gut als im Vormonat. Gleichzeitig hoben sie ihren Ausblick auf die kommenden Monate etwas an.»
Das Ifo-Geschäftsklima Ostdeutschland basiert auf etaw 1700 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Oktober 2021 11:52 Uhr

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