Stimmung im Brandenburger Handwerk aufgehellt

Stimmung im Brandenburger Handwerk aufgehellt

Die Stimmung im Brandenburger Handwerk ist deutlich positiver als noch vor einem Jahr.

Handwerker

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Das ergab die Dienstag (26. Oktober 2021) vorgestellte Herbstkonjunkturumfrage der drei Handwerkskammern in Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder).
«Volle Auftragsbücher, fehlendes Personal, Coronabeschränkungen und Energiepreissteigerungen – hier liegen Freud und Leid ganz nah beieinander», sagte Robert Wüst, Präsident des Brandenburgischen Handwerkskammertages. Man gehe davon aus, dass sich auch durch die steigende Impfquote die Pandemie nicht so weit verstärkt, dass es zu Einschnitten in den betrieblichen Abläufen kommt.
Insgesamt zeige sich ein sichtbarer Aufwärtstrend, wenn auch die positiven Bewertungennoch nicht wieder das Rekordniveau von 2019 (96,7 Prozent) erreicht hätten. Aktuell bewerteten 90,4 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage «gut» oder «befriedigend» (2020: 86,7 Prozent), hieß es.
Eine Herausforderung bleibt die Sicherung der Fachkräfte, wie die Umfrage zeigt: Während 74 Prozent der Betriebe ihre Belegschaften konstant halten konnten, hatten 14 Prozent weniger und nur 12 Prozent mehr Personal. Junge Leute würden sich eher für ein Studium statt für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, klagten die Betriebe.
Dem Konjunkturbericht zufolge erwarten 89,4 Prozent der Betriebe (2020: 84,8 Prozent) eine gleichbleibende oder bessere Geschäftslage. Der durchschnittliche Vorlauf von Aufträgen liege mit 11,4 Wochen nach wie vor auf hohem Niveau. Problematisch seien sich abzeichnende, enorme Preisanstiege und Lieferengpässe.
Der Handwerkskammertag Brandenburg ist ein Zusammenschluss der Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam mit rund 39.000 Handwerksbetrieben und rund 157.000 Beschäftigten, die jährlich einen Umsatz von knapp 14 Milliarden Euro erwirtschaften.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. Oktober 2021 13:24 Uhr

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