«Licht an!»: Friseure warnen vor Betriebssterben

«Licht an!»: Friseure warnen vor Betriebssterben

Mit der Aktion «Licht an!» haben die unter der Corona-Krise leidenden Friseure die Politik zum Handeln aufgerufen. Dabei sollte in den seit Wochen geschlossenen Betrieben von Sonntag bis Montagmorgen (01. Februar 2021) demonstrativ das Licht brennen.

Ein Schild mit der Aufschrift «Friseur»

© dpa

Ein Schild mit der Aufschrift «Friseur» hängt an einem geschlossenen Friseursalon.

Auch Berliner Salons machen bei der bundesweiten Aktion mit. «Wir fordern von der Politik schnellstmöglich Unterstützung, um ein Betriebssterben zu vermeiden», sagte der Obermeister der Friseur-Innung Berlin, Jan Kopatz, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Friseurbranche kommt bei Hilfspaketen schlecht weg

Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks steht der Branche das Wasser bis zum Hals. Bei vielen Friseuren seien die Konten leer. Die Miete und andere Fixkosten müssten weiter bezahlt werden, obwohl es keine Einnahmen gebe. Tatsächlich kommt die Friseurbranche bei den verschiedenen Hilfspaketen des deutschen Staates für die Wirtschaft schlecht weg. Bundesweit gibt es rund 80 000 Betriebe. In Berlin sind es 3000 Salons. Wie viele davon aufgeben müssen, ist laut Kopatz noch nicht absehbar. «Die Bazooka muss kommen», forderte er - eine Anspielung auf die Hilfsankündigung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor einigen Monaten.

Kopatz warnt vor Schwarzarbeit

Kopatz warnte seine Kollegen und Kolleginnen davor, schwarz zu arbeiten. Ihnen drohen hohe Bußgelder. Die Schattenwirtschaft sei schwer greifbar, so der Berliner Obermeister. Aber anscheinend gibt es Profis, die trotz des Corona-Lockdowns am Werk sind. Das sieht man laut Kopatz etwa bei jungen Männern: «Da sind viele frisch geschnitten, ob das immer die Frau oder Freundin gewesen ist?»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Februar 2021 09:31 Uhr

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