Berliner Wirtschaft mahnt Hilfe wegen Lockdowns an

Berliner Wirtschaft mahnt Hilfe wegen Lockdowns an

Angesichts des harten Lockdowns ab 16. Dezember zur Eindämmung der Corona-Pandemie mahnt Berlins Wirtschaft flankierende Maßnahmen an.

Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer

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Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin.

«Der Schutz von Leben und die Abwehr eines Kollapses unseres Gesundheitssystems haben Vorrang, mit der Verhängung des Lockdowns allein ist es aber nicht getan», erklärte die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer, Beatrice Kramm, am Sonntag. «Wenn die massiven Einschränkungen ihr Ziel erreichen sollen, müssen Politik in Bund und Land jetzt zum einen die Einhaltung der Regeln konsequent kontrollieren und bei Verstößen umgehend und streng sanktionieren.» Zum anderen benötigten die betroffenen Betriebe schnelle und unbürokratische Unterstützung.
«Berlin muss dabei bereit sein, besonders betroffenen Unternehmen, die durch das Förderraster der Bundeshilfen fallen, zügig mit zusätzlichen Zuschussprogrammen zu helfen», forderte Kramm. «Viele Betriebe und Soloselbstständige können nicht mehr lange auf versprochene Gelder warten, weil ihnen nach diesem Katastrophenjahr buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht.» Bund und Länder hatten sich am Vormittag bei einer Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen harten Lockdown ab Mittwoch bis zum 10. Januar mit der Schließung von vielen Geschäften, Schulen und Kitas verständigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Dezember 2020 17:14 Uhr

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