Bahn investiert in Logistik bei ArcelorMittal

Bahn investiert in Logistik bei ArcelorMittal

Die Deutsche Bahn investiert in moderne Logistik am Ostbrandenburger Standort von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt.

ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

© dpa

Kaltgewalzte Bleche, aufgerollt zu Coils, liegen im Kaltwalzwerk der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH.

Nach Angaben des Stahlunternehmens und DB Cargo wurde dazu ein Zehnjahresvertrag über den Transport und den Umschlag von Rohstoffen geschlossen, um den Hochofen zu versorgen. Start der neuen Technologie soll demnach im Sommer 2021 sein. DB Cargo sichert damit bis 2031 die Rohstofflieferungen für einen der größten deutschen Stahlstandorte, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Zunächst hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet. Am Standort in Eisenhüttenstadt arbeiten etwa 2500 Menschen.

ArcelorMittal will zu den modernsten Rohstofflogistikern Europas gehören

In über 350 neue Waggons und 1400 Spezialbehälter wolle DB Cargo investieren, wie Herbert Nicolaus, Sprecher des Unternehmens in Eisenhüttenstadt am Dienstag (17. November 2020) erläuterte. Auch zwei teilautomatisierte Entladeanlagen sollen errichtet werden. ArcelorMittal wird dem Unternehmen zufolge nach Fertigstellung der Anlage und dem Start über eine der modernsten Rohstofflogistiken Europas verfügen.

Züge sollen dank neuer Behälter effizienter genutzt werden

Mit dem Einsatz spezieller Behältertypen für Erz, Koks und Kalkstein könne die Nettozuladung je Zug um rund 20 Prozent gesteigert werden und es würden deutlich weniger Züge benötigt, erklärte Sybille Klipstein, verantwortlich für Transportaufgaben und Logistik bei ArcelorMittal. Damit wolle das Unternehmen neue Maßstäbe hinsichtlich Effizienz, Umweltschutz und Arbeitssicherheit setzen.

Bahn ist für ArcelorMittal Eisenhüttenstadt wichtigster Verkehrsträger

Seit Jahrzehnten ist die Bahn für ArcelorMittal Eisenhüttenstadt der wichtigste Verkehrsträger. Gegenwärtig werden 95 Prozent der Rohstofftransporte zum Standort über die Schiene realisiert. Täglich sind das dem Unternehmen zufolge sechs Züge mit etwa 200 Waggons, davon bis zu vier Züge über die deutsch-polnische Grenze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. November 2020 10:04 Uhr

Weitere Meldungen