Mehr Insolvenzen in Berlin, aber keine große Pleitewelle

Mehr Insolvenzen in Berlin, aber keine große Pleitewelle

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Berlin ist im Oktober gestiegen, liegt aber niedriger als vor einem Jahr.

Blick auf einen Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens

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Blick auf einen Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Die befürchtete große Pleitewelle in der Corona-Krise ist damit zunächst ausgeblieben. Beim zuständigen Amtsgericht Charlottenburg gingen im Oktober 309 Insolvenzanträge ein, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren 57 mehr als im September und 82 weniger als im Oktober 2019.

Insolvenz-Meldepflichten waren monatelang außer Kraft

Wegen der Pandemie hatte die Bundesregierung die Meldepflichten monatelang außer Kraft gesetzt. Im Frühling erreichten das Amtsgericht zeitweise weniger als halb so viele Insolvenzanträge wie üblich. Seit Oktober müssen wieder all jene Betriebe den Gang zum Amtsgericht antreten, die zahlungsunfähig sind.
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle rechnet nun bundesweit mit einer Trendwende. Institutsforscher Steffen Müller hatte am Donnerstag (05. November 2020) aber hervorgehoben: «Nach unserer Einschätzung steigen die Zahlen in Richtung Normal und nicht in Richtung Katastrophe.»

Bislang 2242 Anträge in diesem Jahr eingegangen

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres registrierte das Amtsgericht Charlottenburg insgesamt 2242 Insolvenzanträge. Im Vorjahreszeitraum waren es 3260 gewesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. November 2020 08:21 Uhr

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