Gefahr der Überschuldung von Unternehmen steigt

Gefahr der Überschuldung von Unternehmen steigt

Führende Wirtschaftsvertreter in Brandenburg warnen vor einer Überschuldung mittelständischer Unternehmen in der Corona-Pandemie.

Chefin im Mittelstand

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In einem Positionspapier wandte sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHK) deshalb an die zuständigen Ministerien. Der Mittelstand benötige Unterstützung bei der Stärkung seines Eigenkapitals, forderte der Cottbuser IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle für die Landesarbeitsgemeinschaft am Montag (19. Oktober 2020). Bei etwa jedem zweiten Unternehmen in Deutschland habe die Pandemie zu einem Rückgang beim Eigenkapital geführt, da Umsatzeinbrüche mit frischem Geld hätten ausgeglichen werden müssen.

Wirtschaftsvertreter fordern steuerliche Berücksichtigung von Verlusten

In dem Positionspapier an das Wirtschafts- und Finanzministerium hieß es, die aufgesetzten eigenkapitalverstärkenden Programme böten nur Lösungen für eine begrenzte Zahl an Betrieben. Bisher gesunden Betrieben drohe weiter die Überschuldung. Als Gegenmaßnahme forderten die Wirtschaftsvertreter unter anderem eine bessere steuerliche Berücksichtigung von Verlusten. Der Verlustrücktrag sollte auf mindestens drei bis fünf Jahre ausgeweitet und die Grenze auf mindestens zehn Millionen Euro angehoben werden, hieß es.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Oktober 2020 09:15 Uhr

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