Woidke: Eisenbahnhersteller-Fusion Chance für Hennigsdorf

Woidke: Eisenbahnhersteller-Fusion Chance für Hennigsdorf

Durch die geplante Übernahme von Bombardier Transportation durch Alstom sieht Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) für Hennigsdorf eine Zukunft als starker Industriestandort.

Das Logo des Bahntechnik-Herstellers Alstom

© dpa

Das Logo des Bahntechnik-Herstellers Alstom.

Durch den Zusammenschluss der Eisenbahnhersteller aus Frankreich und Kanada entstehe ein neues europäisches Schwergewicht auf dem internationalen Markt, erklärte Woidke am Mittwoch (30. September 2020) bei einem Besuch vor Ort. «Brandenburg möchte die Wertschöpfungstiefe und ein möglichst hohes Niveau an Know-how für das gesamte System Schienenfahrzeug sowie die hochwertigen Industriearbeitsplätze erhalten», sagte Woidke. Das sei gerade jetzt wichtig, da es endlich einen gesellschaftlichen und politischen Konsens gebe, den Bahnverkehr auszubauen und zu stärken. Die Landesregierung sei bereit, auch nach der Übernahme die weitere Standortentwicklung zu unterstützen.

Fusion soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein

Der Zughersteller Alstom hatte Mitte September den Kaufvertrag für die Übernahme der Bombardier-Zugsparte unterzeichnet. Nachdem Brüssel im Juli grünes Licht für die geplante Fusion gegeben hatte, soll diese im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Bombardier Transportation-Geschäftsführer Michel: Fusion ist für alle ein Gewinn

Bombardier Transportation-Geschäftsführer Marco Michel zeigte sich überzeugt, dass die Transaktion für alle Beteiligten, einschließlich Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Aktionäre sowie lokale Gemeinden, einen Mehrwert schaffen werde. «Der Standort Hennigsdorf ist für die Zukunft gut aufgestellt», so Michel. In der Entwicklung und Fertigung von Schienenfahrzeugen würden modernste Technologien eingesetzt, von der Anwendung virtueller Realität bis hin zum 3D-Druck von Bauteilen. Bereiche wie die Services-Sparte mit Wartung und Instandhaltung würden weiter ausgebaut.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Oktober 2020 09:23 Uhr

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