Industrie in Berlin erholt sich schneller als in Brandenburg

Industrie in Berlin erholt sich schneller als in Brandenburg

Nach dem heftigen Einbruch im April und Mai geht es für die Industrie in Berlin und Brandenburg langsam wieder aufwärts.

Mann blickt über Industriegebiet

© dpa

Die Corona-Krise hatte in beiden Ländern monatliche Umsatzeinbrüche von mehr als 20 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gebracht. Der Juni lag in Berlin aber wieder 1,5 Prozent im Plus, in Brandenburg ging das Minus auf knapp 8 Prozent zurück, wie aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht. Besonders leidet demnach das Geschäft mit Partnern im Ausland.

Brandenburg mit mehr Einbußen durch Corona-Krise als Berlin

Im gesamten ersten Halbjahr verbuchten die Berliner Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro, das waren 1,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Brandenburg ist härter von der Coronakrise getroffen: 11,2 Milliarden Euro Umsatz von Januar bis Juni entsprachen einem Minus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Beatrice Kramm (IHK): Kise ist noch nicht überwunden

Die Hauptstadt-Zahlen seien nur teilweise erfreulich, sagte die Präsidentin der Berliner Industrie- und Handelskammer, Beatrice Kramm, am Dienstag (18. August 2020). Die Krise sei nicht überwunden, gezielte Förderung des industriellen Kerns der Wirtschaft sei notwendig. «Was wir heute in der Krise an Industrie verlieren, schadet dem gesamten Wirtschaftsstandort morgen mehrfach.»

Für viele Betriebe dürften die nächsten Monate durchwachsen bleiben. Denn in beiden Ländern liegt der Index für den Auftragseingang unter dem Vorjahreswert, in Brandenburg stärker als in Berlin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. August 2020 12:52 Uhr

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