Öffentliche Aufträge: Wirtschaft gegen Mindestlohn-Erhöhung

Öffentliche Aufträge: Wirtschaft gegen Mindestlohn-Erhöhung

Die Arbeitgeber in Brandenburg lehnen eine Anhebung des Mindestlohns für öffentliche Aufträge auf 13 Euro angesichts der Corona-Krise ab.

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Er halte das mitten in der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten für einen schweren Fehler, erklärte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). «Das wäre auf einen Schlag ein Plus von 22 Prozent. Und das in einer Zeit, in der wichtige Branchen in Brandenburg Umsatzeinbußen von 80 Prozent und mehr hinnehmen müssen. Wer diese historischen Einschnitte ignoriert, setzt Arbeitsplätze aufs Spiel», kritisierte Amsinck.
Die Mindestlohn-Kommission in Brandenburg wollte an diesem Montag (22. Juni 2020) über den Vorschlag abstimmen, den Vergabe-Mindestlohn für Aufträge des Landes von 10,68 Euro auf 13 Euro pro Stunde anzuheben. Damit würde Brandenburg nach Angaben der Unternehmerverbände an die Spitze aller Bundesländer rücken.
Amsinck verwies zudem auf Überlegungen im Bund, den gesetzlichen Mindestlohn von aktuell 9,35 Euro im nächsten Jahr wegen der Krise nicht zu erhöhen. Zudem hätten SPD und Union die Länder im kürzlich beschlossenen Konjunkturpaket ausdrücklich dazu aufgefordert, ihre Vergabe-Vorschriften zu vereinfachen. Der Bund habe die Zeichen der Zeit erkannt. Brandenburg sollte diesem Beispiel «unbedingt» folgen, so Amsinck.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juni 2020 14:22 Uhr

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