Hoffnung auf Eisenbahn-Testzentrum in der Lausitz

Hoffnung auf Eisenbahn-Testzentrum in der Lausitz

Ein Eisenbahn-Testzentrum in der Lausitz könnte aus Sicht der Grünen zum erfolgreichen Kohleausstieg beitragen.

Alexandra Pichl (Grüne)

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Alexandra Pichl (Grüne).

«Das Projekt schafft auch für Brandenburger Industriearbeitsplätze, zieht in der gesamten Region weitere Investitionen an und bringt die Verkehrswende durch Forschung und Entwicklung vorwärts», teilte die Brandenburger Landesvorsitzende Alexandra Pichl am Mittwoch (10. Juni 2020) mit. «Investitionen wie diese braucht die Lausitz.»

Testzentrum für Eisenbahntechnik soll unabhängig betrieben werden

Nach Informationen des RBB sollen in Niesky im Landkreis Görlitz 300 Millionen Euro in ein solches Testzentrum investiert werden und 700 Arbeitsplätze entstehen. Eine 16 Kilometer lange Teststrecke sei geplant. Das sächsische Wirtschaftsministerium wollte sich im Laufe des Tages dazu äußern. Als der Kohleausstieg vereinbart wurde, entstand auch die Idee eines Testzentrums für Eisenbahntechnik in Sachsen (Tetis). Es findet sich im Abschlussbericht der Kohlekommission und auf einer entsprechenden Programmliste für Sachsen. Demnach soll das Zentrum unabhängig betrieben werden und dort unter anderem Erstinbetriebnahmen und Typenprüfungen von Zügen laufen.

Ziel ist international agierendes Prüfzentrum für Eisenbahnzentrum

Ziel sei die «Bündelung aller am Schienenfahrzeugstandort Sachsen vorhandenen Ressourcen und sonstigen Kapazitäten im Bereich Schienenfahrzeugprüfung zu einem weltweit agierenden Inbetriebnahme- und Prüfzentrum», hieß es. In der Kleinstadt Niesky gibt es ein Werk für den Bau von Güterwaggons. Im nahen Görlitz baut der Zughersteller Bombardier Wagenkästen, der Innenausbau läuft in Bautzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. Juni 2020 13:58 Uhr

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