Ifo Institut: Hoffnungsschimmer für ostdeutsche Wirtschaft

Ifo Institut: Hoffnungsschimmer für ostdeutsche Wirtschaft

Das Ifo Institut in Dresden hat im Mai für die ostdeutsche Wirtschaft ein leicht verbessertes Geschäftsklima festgestellt.

Ifo-Institut

© dpa

«Ein Hoffnungsschimmer, aber nicht mehr», überschrieben die Wissenschaftler am Donnerstag (28. Mai 2020) ihren monatlichen Lagebericht. «Während die Lageeinschätzungen der ostdeutschen Umfrageteilnehmer im Vergleich zum Vormonat weiterhin deutlich abnahmen, stiegen ihre Geschäftserwartungen für die nächsten drei Monate kräftig», hieß es.

Handel und Bauhauptgewerbe vorsichtig optimistisch

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe habe sich im Mai deutlich aufgehellt. «Obwohl die Geschäftslage weiter abstürzte, hoben die Befragungsteilnehmer ihre Geschäftserwartungen überaus stark an. Von Optimismus sind die Industrieunternehmer aber noch weit entfernt», hieß es weiter. Ein ähnliches Bild habe sich im Dienstleistungssektor gezeigt. Im Handel sei die Erholung schneller vorangegangen. Auch im Bauhauptgewerbe habe sich Geschäftsklima erwärmt.

Ifo-Index sagt treffsicherer Konjuktur voraus

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als sehr treffsicherer Frühindikator für den weiteren konjunkturellen Verlauf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Mai 2020 12:00 Uhr

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