Kieker: Tourismusbranche kann Verluste nicht ausgleichen

Kieker: Tourismusbranche kann Verluste nicht ausgleichen

Die Verluste der Berliner Tourismusbranche durch die Corona-Pandemie lassen sich aus Sicht von Marketing-Experten in den kommenden Monaten nicht ausgleichen.

Burkhard Kieker

© dpa

Burkhard Kieker, der Geschäftsführer von visitBerlin, spricht.

Er glaube nicht, dass das möglich sei, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin, am 22. Mai 2020 dem RBB-Inforadio. «Ein Hotelzimmer ist wie Gemüse auf dem Markt: Was an dem Tag nicht verkauft wird, ist verdorben.»

Tourismus-Branche erlebte einen totalen Einbruch

«Wir hatten vielleicht noch Auslastungen von drei bis fünf Prozent in den Hotels», sagte Kieker. «Das waren Geschäftsreisende, die unbedingt hierherkommen mussten.» Viele Häuser hätten schließen müssen, einige nur eine Etage offen gehabt: «Ein trauriges Bild über drei Monate. Insofern sind wir froh, dass es am Montag wieder losgeht.» Ab dem 25. Mai dürfen in Berlins Hotels und Pensionen erneut Touristen übernachten.

Neue Berlin-Werbekampagne setzt auf Natur in der Großstadt

Berlin sei das Schaufenster Deutschlands, und daran ändere sich auch nichts, betonte der Experte. Das Tourismusmarketing werde aber den Fokus etwas erweitern: «Wir glauben nicht, dass die Menschen Lust haben auf enges Großstadtgewimmel.» Deshalb setze die neue Werbekampagne, die in der kommenden Woche bundesweit starten soll, darauf zu zeigen, dass es in der Hauptstadt auch viel Grün gebe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Mai 2020 14:31 Uhr

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