Deutsche-Wohnen-Übernahme: Vonovia zurückhaltend

Deutsche-Wohnen-Übernahme: Vonovia zurückhaltend

Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia hat sich zu fortgesetzten Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen sehr zurückhaltend gezeigt.

Blick auf die «Vonovia»-Firmenzentrale

© dpa

Der Schriftzug des Wohnungsunternehmens «Vonovia» an der Firmenzentrale.

Zwar seien Akquisitionen Strategiebestandteil, eine derartige Transaktion in Berlin wäre aber nur realistisch, «wenn fundamentale Fragen geklärt wären und sie von einem entsprechenden Willen der Berliner Politik getragen würde», wie der Dax-Konzern am 23. April 2020 in Bochum mitteilte. Zudem habe aktuell die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie Priorität.

Möglicher neuer Kauf-Versuch erst nach der Corona-Pandemie

Mit der Mitteilung reagierte Vonovia auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg von Mittwochabend. Darin hieß es unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Vonovia zusammen mit Beratern die Durchführbarkeit eines Kaufs der Deutsche Wohnen prüfe, nachdem der erste Übernahmeversuch vor vier Jahren gescheitert war. Ein möglicher erneuter Anlauf würde dem zufolge aber erst nach dem Abflauen der Corona-Pandemie erfolgen. Und: Vonovia werde einen Kauf nur mit der Zustimmung des Managements von Deutsche Wohnen und der Berliner Stadtregierung starten, berichtete Bloomberg weiter. Der Kurs von Deutsche Wohnen war daraufhin im außerbörslichen Handel nach oben geschnellt.
Der Berliner Wohnungsmarkt steht aktuell vor allem wegen des Mietendeckels im Fokus. Damit werden die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, die vor 2014 gebaut wurden, in den kommenden fünf Jahren eingefroren. Für Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen und Ado Properties, die Immobilien überwiegend in Berlin besitzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. April 2020 10:45 Uhr

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