Dussmann verlässt China

Dussmann verlässt China

Der Berliner Dienstleistungskonzern Dussmann zieht sich nach mehr als zwei Jahrzehnten aus China zurück.

Dussmann - Das Kulturkaufhaus Berlin

© dpa

Das Geschäft in China und Hongkong wurde an den Staatsfonds Citic Capital verkauft, wie Dussmann am Dienstag (21. April 2020) mitteilte. Die Dussmann-Gruppe wolle ihre Ressourcen auf ihr Geschäft in Europa und im Mittleren Osten sowie auf ausgewählte asiatische Märkte konzentrieren, sagte Vorstandsmitglied Hakan Lanfredi.
Dussmann hatte 1998 damit begonnen, in China Gebäude vor allem von Unternehmenskunden zu reinigen, technische Dienstleistungen zu erbringen und Catering anzubieten. 2500 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. In Hongkong sind es 1600. Die beiden Landesgesellschaften wurden nach Unternehmensangaben schon zum 31. Januar verkauft. Nun gebe es auch die behördlichen Genehmigungen, hieß es am Dienstag. Kaufpreise wurden nicht genannt.
Das Familienunternehmen Dussmann hat weltweit mehr als 60 000 Beschäftigte, 2018 lag der Umsatz bei 2,34 Milliarden Euro. Kerngeschäft sind das Gebäude- und Anlagenmanagement sowie Seniorenpflegeheime. Darüber hinaus betreibt die Gruppe Kindergärten sowie die Buchhandlung «Kulturkaufhaus» in Berlin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. April 2020 15:45 Uhr

Weitere Meldungen