Pop: 800-Quadratmeter bieten Spielräume

Pop: 800-Quadratmeter bieten Spielräume

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sieht bei der Frage, welche Geschäfte in Berlin künftig wieder öffnen dürfen, noch Spielraum.

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne)

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Ramona Pop (Grüne), Wirtschaftssenatorin von Berlin, spricht bei einer Senatspressekonferenz zur Corona-Krise.

Noch nicht endgültig geklärt sei etwa, wie es mit kleineren Geschäften in großen Einkaufszentren oder Malls sei. «Wir haben ein paar Fragen zu klären, deswegen haben wir das heute auch noch nicht beschlossen, sondern nur besprochen, wie wir vorgehen wollen», sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag in der RBB-«Abendschau». Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab kommender Woche wieder öffnen dürfen. Details sind aber auch nach der Senatssitzung am 16. April 2020 noch offen.
Pop kündigte an, das Ziel sei, für die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner im Rahmen dieser 800 Quadratmeter vieles zu ermöglichen. «Vorstellbar wäre auch, dass in Kaufhäusern Sonderflächen in dieser Größenordnung abgesteckt werden, in denen eingekauft werden kann», sagte Pop. «Das sind alles Dinge, die wir jetzt noch überprüfen wollen und auch müssen, um dann am Dienstag eine Regelung zu treffen, damit wir nächste Woche dann gemeinsam mit Brandenburg auch Öffnungen zulassen können.» Am Dienstag will der Senat bei seiner nächsten Sitzung eine entsprechende Verordnung beschließen.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die von Bund und Ländern beschlossene Maßnahme, größere Geschäfte von den Öffnungen vorerst auszuschließen, verteidigt. «Man will auch damit vermeiden, dass die großen Möbelhäuser und die großen Elektromärkte wieder zu Anziehungspunkten werden», sagte er am Donnerstag mit Blick auf das damit verbundene Infektionsrisiko. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg kritisierte die Entscheidung dagegen. Pop räumte ein, dass sich über die Sinnhaftigkeit der Regelung durchaus streiten lasse, sie in Berlin gemeinsam mit Brandenburg aber umgesetzt werden solle.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. April 2020 08:00 Uhr

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