Müller will über «Förderlücke» für Mittelständler beraten

Müller will über «Förderlücke» für Mittelständler beraten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sucht nach Möglichkeiten für Finanzhilfen auch für mittelständische Unternehmen.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD)

© dpa

Am Dienstag (07. April 2020) werde man mit der IHK-Präsidentin und dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Senat darüber beraten, sagte der SPD-Politiker in der RBB-«Abendschau». «Da ist tatsächlich eine Förderlücke.» Man müsse sehen, wie das Budget sei, und ob man auch diesen Unternehmen noch aus eigener Kraft helfen könne. Es gebe mehrere Varianten, so Müller. «Es gibt ja auch noch Töpfe des Bundes.» Man müsse sehen, ob vielleicht auch Co-Finanzierungen möglich seien, «damit wir dann den Unternehmen schneller und direkt helfen können».

Hilfe an 150 000 Kleinstselbstständige ausgezahlt

Müller verteidigte in der Sendung am Sonntagabend die bisherige Vorgehensweise. «Wir mussten uns im ersten Schritt auch konzentrieren auf die Kleinstselbstständigen: Da haben wir eine Milliarde ausgereicht innerhalb einer Woche an 150 000 Selbstständige.»

Schutzausrüstung: «Wir kriegen jetzt Schritt für Schritt Entlastung»

In Sachen Schutzausrüstung zeigte sich Müller zuversichtlich. Man habe nun für Berlin viel Material bekommen und noch «mehr in der Pipeline», große Bestellungen seien ausgelöst worden. Er habe mit dem Lufthansa-Chef gesprochen, so Müller. Lieferbares Material solle dann auch über die Lufthansa schnell nach Berlin kommen. «Wir kriegen jetzt Schritt für Schritt Entlastung».

Zurzeit keine Verschärfung der Maßnahmen notwendig

Eine Notwendigkeit für eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen sieht der Regierungschef indes momentan nicht. Laut Müller habe der Innensenator von einer «ganz entspannten Atmosphäre» am Sonntag gesprochen, die allermeisten beachteten die Regeln.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. April 2020 10:03 Uhr

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