Wirtschaftssenatorin: Krise trifft Berlin mit voller Härte

Wirtschaftssenatorin: Krise trifft Berlin mit voller Härte

Berlins Wirtschaft wird durch die Corona-Krise nach Einschätzung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) erheblich beeinträchtigt.

Ramona Pop spricht im Abgeordnetenhaus

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Ramona Pop, Wirtschaftssenatorin, spricht im Abgeordnetenhaus.

Das gelte für alle Bereiche. Bei Startups werde die Finanzierung knapp, auch in der Industrie komme die Krise an, sagte die Wirtschaftssenatorin am Donnerstag (02. April 2020) bei der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. Es sei alles zu tun, damit Wirtschaft und Arbeitsplätze die Talfahrt möglichst gut überstünden. Mittel- und langfristig sei auch darüber nachzudenken, ein Konjunkturprogramm aufzulegen, damit die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Gang komme. 
Charakter zeige sich in der Krise, zitierte Pop den sozialdemokratischen Alt-Kanzler Helmut Schmidt. Pop dankte den Mitarbeitern in Krankenhäusern, in der Pflege, in Apotheken und Supermärkten. Sie zeigten in der Krise «echten Charakter», sagte Pop.
Gesundheit habe erste Priorität in diesen Krisenzeiten. Aber die Menschen bräuchten auch Gewissheit, dass Politik alles tue, um ihre Arbeitsplätze und Einkommen zu schützen. Die Auswirkungen der Pandemie träfen die Betriebe und die Menschen in der Stadt mit voller Härte, sagte Pop.
Positiv bewertete die Wirtschaftssenatorin die vor kurzem gestarteten Hilfsprogramme in Berlin. Das Landesprogramm für Kleinstunternehmen, Freiberufler und Selbstständige sei ein unglaublicher Kraftakt gewesen, habe aber sehr geholfen. «Das Programm ist ein riesiger Erfolg», sagte Pop und wies auf rund 1,3 Milliarden Euro hin, die bereits an die Antragsteller überwiesen worden seien. «Und das in nur drei Tagen, das ist eine echte Leistung», sagte Pop. «Bei der Soforthilfe zeigt sich, dass Berlin liefert, wenn es darauf ankommt.» 
Dabei dürfe es aber nicht bleiben. So müsse man die Frage stellen, ob es reiche, was bisher getan werde, etwa für die Startups, für die Kreativbranche, für Unternehmen, die mehr als zehn Mitarbeiter haben. «Wir arbeiten daran, Berlin sicher durch die Krise zu bringen», sagte Pop. «Es wird ein Leben nach der Krise geben», versicherte die Senatorin. «Wir arbeiten gemeinsam daran, dass das Leben nach der Krise möglich ist.» 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. April 2020 12:20 Uhr

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