Berliner Industrie dreht ins Minus

Berliner Industrie dreht ins Minus

Der Umsatz in der Berliner Industrie ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen, gegen Jahresende aber unter Druck geraten.

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Die 328 Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten machten insgesamt 25 Milliarden Euro Umsatz, 3,5 Prozent mehr als 2018, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch (19. Februar 2020) mitteilte. Im den letzten beiden Jahresmonaten lief es jedoch schlechter, im Dezember 2019 gab es sogar ein Minus von elf Prozent. Insbesondere in der pharmazeutischen Industrie und für Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen gab es Einbußen.

Wirtschaft schwächelt seit Ende 2019

Gründe wurden nicht genannt. Jedoch war der deutschen Wirtschaft insgesamt Ende 2019 die Puste ausgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte, weil vor allem der Außenhandel stagnierte. Die Berliner Industrie macht etwa 60 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Die Zahl ihrer Beschäftigten sank im Jahresdurchschnitt um knapp zwei Prozent auf rund 78.700.

Coronavirus hat Folgen für Handelsketten

Die Industrie habe sich im Gesamtjahr noch wacker geschlagen, teilten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg mit. «Mittlerweile ist es für viele Unternehmen allerdings deutlich schwieriger geworden.» In diesem Jahr könne auch das Coronavirus Folgen für die Unternehmen haben, da Asien in vielen Lieferketten eine wichtige Rolle spiele.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Februar 2020 11:59 Uhr

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