Entwurf für Bauprojekt Siemensstadt 2.0 vorgestellt

Entwurf für Bauprojekt Siemensstadt 2.0 vorgestellt

Beim millionenschweren Großprojekt Siemensstadt 2.0 in Berlin ist am Mittwoch (08. Januar 2020) eine wichtige Vorentscheidung gefallen.

  • Siemensstadt 2.0: Vorstellung des Entwurfes (2)© dpa
    Cedrik Neike (l-r), Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister und Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Wirtschaftssenatorin, lassen sich von Markus Penell, Architekt den Entwurf für Siemensstadt 2.0 erklären.
  • Siemensstadt 2.0: Vorstellung des Entwurfes (3)© dpa
    Michael Müller (SPD,r), Berlins Regierender Bürgermeister lässt sich von Markus Penell, Architekt den Entwurf für Siemensstadt 2.0 erklären.
  • Siemensstadt 2.0: Vorstellung des Entwurfes (1)© dpa
    Markus Penell (l), Architekt, und Tancredi Capatti, Landschaftsarchitekt gewinnen den städtebaulichen Wettbewerb zur Siemensstadt 2.0.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Siemens-Vorstand Cedrik Neike stellten den Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs vor. Er stammt vom Architekturbüro Ortner und Ortner Baukunst und sieht für den neuen Stadtteil eine Mischung aus Gebäuden und Freiflächen für Wohnen, Arbeiten und Forschung vor.

Siemensstadt 2.0: Fertigstellung 2030 geplant

Zentraler Punkt des 70 Hektar großen Areals soll ein Hochhaus sein, geplant ist auch eine Schule. Historische Gebäude werden erhalten. Damit ist nun klarer, wie der neugestaltete Stadtteil mit historischen Wurzeln einmal in groben Zügen aussehen soll. Bis 2030 soll er fertig sein.

Zukumftsorientierte «Smart City» in Spandau

Siemens hatte Ende 2018 angekündigt, bis zu 600 Millionen Euro in Spandau zu investieren, wo der Konzern seinen größten deutschen Produktionsstandort mit 11 500 Beschäftigten hat. Im Zuge des riesigen Immobilienprojekts soll auf einer Fläche, die 100 Fußballfeldern entspricht, eine zukunftsorientierte «Smart City» entstehen. Im Gegenzug will der Senat auf der stillgelegten Siemensbahn wieder S-Bahn-Züge fahren lassen.

Hochbaulicher Wettbewerb startet im Frühjahr

Auf Basis des Siegerentwurfs wird in einem nächsten Schritt ein Masterplan erstellt: Dort werden die Verteilung unterschiedlicher Nutzungen, die Anordnung und Dimensionierung der Gebäude, die Planung des Freiraums und des Verkehrs festgelegt. Wie die Häuser tatsächlich aussehen werden, entscheidet ein weiterer, sogenannter hochbaulicher Wettbewerb. Er startet im Frühjahr.
Siedlung Siemensstadt in Berlin
© Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Siemensstadt

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Januar 2020 08:20 Uhr

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