Lila Bäcker: Gewerkschaft fordert Tarifbezahlung

Lila Bäcker: Gewerkschaft fordert Tarifbezahlung

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hat die neue Geschäftsführung der Lila-Bäcker-Gruppe (Pasewalk) aufgefordert, zu tariflicher Bezahlung zurückzukehren.

Lila Bäcker

© dpa

«Wer sich gesellschaftlich absichern lässt, sollte der Gesellschaft auch etwas zurückgeben», sagte Jörg Dahms als NGG-Landessprecher Mecklenburg-Vorpommern am Freitag (25. Oktober 2019) in Neubrandenburg. Hintergrund ist eine Landesbürgschaft von acht Millionen Euro für die Firma.

Frühere Beschäftigte sollen zurückkehren

Dahms sagte, mit höherer Bezahlung ließen sich Arbeitskräfte wieder zurückgewinnen, die die Backkette während der ungewissen Zeit des Insolvenzverfahrens von Januar bis September verlassen hatten. Die Backkette betreibt nach eigenen Angaben noch 270 von ehemals 400 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg und hat noch 2180 von einst 2700 Beschäftigten.

Lila Bäcker wichtiger Arbeitgeber in Pasewalk

Ein Argument für die Bürgschaft war, dass die Firma im strukturschwachen Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) mit rund 200 Leuten produziert und zu den größten Arbeitgebern zählt. Die schwierige Situation der Filialmitarbeiter hatte mehrfach dazu geführt, dass nicht alle Läden durchgängig geöffnet blieben, wie zum Beispiel in Greifswald.

Bessere Backwaren angestrebt

«Insgesamt hoffen wir, dass die neue Geschäftsführung die Chancen des Neustarts nutzt», sagte Dahms. So müsse dringend wieder das Niveau der Backwaren angehoben werden. Laut NGG hatte die Kette in der Insolvenzzeit, als Produktionsstätten wie in Dahlewitz bei Berlin geschlossen wurden, Engpässe wie bei Brötchen mit Industrieware ausgeglichen. «Da braucht es wieder eigene Produkte», sagte Dahms.
Mit der Umstrukturierung war die alte Geschäftsführung des Lila Bäckers abgelöst und die Zahl der Betriebsteile verkleinert worden. Die 20-köpfige Firmenleitung soll noch von Pasewalk, wo Brot und Brötchen gebacken werden, nach Neubrandenburg verlegt werden, wo die zentrale Kuchenproduktion läuft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 25. Oktober 2019 10:07 Uhr

Weitere Meldungen