Vestas streicht 500 Stellen im brandenburgischen Lauchhammer

Vestas streicht 500 Stellen im brandenburgischen Lauchhammer

Der weltweit größte Windkraftanlagenhersteller Vestas streicht in seinem Brandenburger Werk Lauchhammer 500 Stellen - und damit dort fast jeden zweiten Arbeitsplatz.

Vestas-Windräder

© dpa

Vestas-Windräder drehen sich in einem Windpark.

Deutschland bleibe aber mit mehr als 2300 Mitarbeitern nach dem beabsichtigten Personalabbau ein Schlüsselmarkt für Vestas, teilte der Konzern am Freitag (27. September 2019) in Aarhus weiter mit. Die Kürzungen seien eine Reaktion auf eine Veränderung der Nachfrage am Markt. Die Produktion der V136-Windanlagen werde heruntergefahren. In der Vestas-Fabrik im westdänischen Lem sollen 90 Stellen wegfallen.

Stellenabbau betrifft Fremdangestellte und Zeitarbeiter

In Lauchhammer produziert Vestas Rotorblätter für die Windanlagen V112, V117 und V136. Der geplante Personalabbau dort betreffe 170 Fremdangestellte sowie 330 Zeitarbeitnehmer, hieß es. Ein weiteren Produktionsstandort gibt es in Travemünde bei Lübeck. In Deutschland hat Vestas nach eigenen Angaben bisher mehr als 8 000 Windenergieanlagen installiert.

Vestas will neue Produkte launchen

Vestas erklärte, man wolle neue Produkte auf den Markt bringen, um so die Kosten für erneuerbare Energien zu verringern und die Energiewende voranzubringen. Der Konzern hatte Ende Juni weltweit mehr als 24 500 Angestellte. Erst am Donnerstag hatte der Vestas-Konkurrent Siemens Gamesa die Entlassung von 600 Beschäftigten in Dänemark angekündigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. September 2019 11:46 Uhr

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