Raumfahrt-Start-up ringt um Mondpläne

Raumfahrt-Start-up ringt um Mondpläne

Das Berliner Raumfahrt-Start-up PTScientists hat Insolvenz angemeldet und ringt um die Umsetzung seiner geplanten Mondmission.

Berliner wollen Googles Rennen zum Mond gewinnen

© dpa

Ein Audi Lunar Quattro Rover steht am 14.07.2016 in Berlin im Drive Volkswagen Group Forum. Das Berliner Unternehmen PTScientists ist das letzte deutsche Team im Raumfahrt-Wettbewerb Google Lunar X-Prize.

Es sei nicht gelungen, rechtzeitig die notwendigen Investitionen und Fördergelder zu bekommen, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag (9. Juli 2019). «Der Insolvenzantrag wirft uns zeitlich etwas zurück, weil wir zunächst gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter die weitere Finanzierung des Unternehmens sichern müssen», räumte Firmenchef Robert Boehme per Mitteilung ein.

Start-up baut Mondlandegerät und Rover

PTScientists baut seit 2008 ein Mondlandegerät sowie einen Rover und will seine Geräte 2021 auf den Erdtrabanten bringen. Das Unternehmen schätzt die Kosten dafür auf 120 Millionen Euro. Wie viel Geld davon noch fehlt, blieb zunächst offen. «Wir sind optimistisch, dass wir unsere Mission trotzdem umsetzen können», bekräftigte der Sprecher. Ob der Zeitplan für den Flug 2021 noch haltbar ist, sei zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.

LTE-Funknetzwerk auf dem Mond geplant

Zu den Plänen von PTScientists gehört unter anderem, langfristig ein LTE-Funknetzwerk auf dem Mond einzurichten. Zudem will die Firma regelmäßig Transporte zum Mond anbieten und arbeitet dafür mit dem europäischen Raketenbauer Ariane zusammen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Juli 2019 16:12 Uhr

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