BASF: Schwarzheide bei Batterieproduktion weiter im Rennen

BASF: Schwarzheide bei Batterieproduktion weiter im Rennen

Der BASF-Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ist nach eigener Darstellung weiter an der Ansiedlung einer Produktionsanlage für Batterien-Materialien interessiert.

BASF Schwarzheide

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Das sagte ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur am Montag (09. Juli 2019). Nun müsse der Vorstand noch über den Bau der Neuanlage entscheiden. «Das bedeutet, unser Vorhaben besteht weiterhin und ist in keinem Zusammenhang mit den Entscheidungen für Münster zu sehen», sagte der BASF-Sprecher.

Deutschen Lithium GmbH erwägt Sitz in Schwarzheide

Zudem sei der Standort im Gespräch mit einem potenziellen Ansiedler, der Deutschen Lithium GmbH mit Sitz in Freiberg. Das Unternehmen möchte nach Angaben von BASF Lithium im Erzgebirge abbauen und sucht nach einem Standort für die Veredelung des gewonnenen Rohstoffs. Hierfür werde der Standort Schwarzheide in Erwägung gezogen.

Ulm statt Münster als Standort für neue Forschungsfabrik

Den Zuschlag für Münster als künftigen Hauptstandort für eine neue Batterie-Forschungsfabrik nannte der BASF-Sprecher eine «verpasste Chance», durch die Ansiedlung von zukunftsträchtigen Forschungseinrichtungen den Strukturwandel zu befördern. Das wirke sich jedoch nicht negativ auf die Vorhaben der BASF in Schwarzheide aus. Münster hatte sich als Hauptstandort für eine «Forschungsfertigung Batteriezelle» gegen Ulm durchgesetzt.

Jörg Steinbach hat noch Hoffnung für Lausitz

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) trotz des Zuschlags für Münster noch Chancen, dass zumindest ein Teil der Forschung und Produktion in die Lausitz kommt. Der «Märkischen Allgemeinen Zeitung» (Montag) sagte Steinbach: «Ich gebe nicht auf.»
Um die Ansiedlung der «Forschungsfertigung Batteriezelle» (FFB) hatten sich deutschlandweit verschiedene Forschungseinrichtungen beworben, darunter auch das Fraunhofer Institut mit Sitz in Großröhrsdorf im Landkreis Bautzen. Brandenburg hatte sich nicht für das Projekt beworben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Juli 2019 10:33 Uhr

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