Konjunktur im Osten auf Talfahrt

Konjunktur im Osten auf Talfahrt

Die Konjunktur in den ostdeutschen Ländern wird sich Wirtschaftsforschern zufolge im laufenden Jahr so wie in Deutschland insgesamt weiter abkühlen.

Das Logo des ifo-Instituts

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Allerdings erwartet das ifo-Institut in Dresden laut einer am Donnerstag (27. Juni 2019) veröffentlichten Konjunkturprognose schon 2020 wieder eine Erholung. Demnach geht ifo für 2019 von einem Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland von 0,9 Prozent aus. Das sind 0,4 Punkte weniger als noch im Winter vorhergesagt. 2020 wird sich das Wachstum demnach auf 1,5 Prozent wieder beschleunigen.

Weniger neue Beschäftigte erwartet

Der Beschäftigungsaufbau werde in beiden Jahren merklich an Tempo verlieren, hieß es. Die Wirtschaftsforscher erwarten in diesem Jahr einen Zuwachs von rund 42 000 und 2020 von etwa 73 000 Erwerbstätigen.

Grund: Schwacher Außenhandel

Verantwortlich für den Abschwung 2019 ist den Wissenschaftlern zufolge eine «temporären Schwäche» des Außenhandels infolge der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Jedoch hätten in Ostdeutschland traditionell die binnenwirtschaftlichen Kräfte mehr Einfluss auf die Konjunktur als im Westen. «Die ostdeutschen Unternehmen profitieren überwiegend vom gut laufenden Binnenmarkt», sagte ifo-Forscher Joachim Ragnitz. Allerdings werde auch der Außenhandel 2020 wieder auf den «normalen Wachstumspfad» zurückkehren, hieß es.
Die aktuelle Konjunkturabkühlung geht den Angaben zufolge vor allem von dem produzierenden Gewerbe, der Industrie und dort vor allem vom Fahrzeugbau aus. Der Bau, der Handel und das Dienstleistungsgewerbe hingegen wirkten stabilierend.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. Juni 2019 14:47 Uhr

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