Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Siemens

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Siemens

Am Berliner Siemens-Standort wird es nach Gewerkschaftsangaben vorerst keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Siemens in Berlin

© dpa

Berlin: Schriftzug an der Hauptverwaltung von Siemens am Siemensdamm im Bezirk Spandau.

Grund sei eine Vereinbarung zwischen Konzern und Arbeitnehmern. Bis zum geplanten Börsengang der Energiesparte im kommenden Jahr seien diese vertraglich ausgeschlossen, teilte die IG Metall am Mittwoch (19. Juni 2019) mit. Siemens hatte am Dienstag den Abbau von deutschlandweit 1400 Stellen angekündigt, rund ein Drittel davon am Standort Berlin.
«Wir wollen einvernehmliche Lösungen, das ist seit jeher der Weg, den wir gehen wollen», betonten auch Konzernkreise. Ziel sei es, die Vorgänge sozialvertraglich zu gestalten. Derzeit laufen entsprechende Verhandlungen zwischen beiden Seiten, die sich noch bis in den Herbst ziehen könnten.

IG Metall übt Kritik am Siemens-Management

Die IG Metall kritisierte am Mittwoch die Pläne. «Die Marktentwicklung ist ja nichts Neues», teilte Rüdiger Groß mit, Betriebsratsvorsitzender im Berliner Schaltwerk, dessen Bereich Hochspannung besonders betroffen ist. «Aber anstatt ein lukratives Neugeschäft aufzubauen, hat das Management drei Jahre geschlafen.»
Der Stellenabbau trifft vor allem die frühere Sparte Energie Management, die inzwischen in der operativen Einheit «Gas and Power» aufgegangen ist. Siemens will die Sparte mit dem bereits ausgegliederten Windkraftgeschäft zusammenlegen und bis September kommenden Jahres an die Börse bringen. Vor allem der Kraftwerksparte geht es schlecht, unter anderem wegen Überkapazitäten am Markt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Juni 2019 15:04 Uhr

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