Hypoport verlegt Konzernsitz von Berlin nach Lübeck

Hypoport verlegt Konzernsitz von Berlin nach Lübeck

Der börsennotierte Finanzdienstleister Hypoport AG will seinen Konzernsitz von Berlin zu seinem Tochterunternehmen Dr. Klein in Lübeck verlagern.

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Das sei aber ein rein juristischer Vorgang, die 350 Mitarbeiter in Berlin seien davon nicht betroffen, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag (11. April 2019). Auch steuerlich habe die Verlagerung keine Auswirkungen. Die Zustimmung der Aktionäre bei der Hauptversammlung Anfang Mai gilt als sicher.

Ursache ist Streit mit Berliner Senatsverwaltung

Hintergrund der Verlagerung des Firmensitzes ist laut einem Bericht des Berliner «Tagesspiegels» (Donnerstag) ein Streit mit dem Berliner Senat, der dem Unternehmen den Firmensitz nicht verkaufen will. Der Senat habe Eigenbedarf geltend gemacht, berichtet das Blatt.

Berlin verliert ein großes börsennotiertes Unternehmen

Die im S-Dax notierte Hypoport AG betreibt über Tochtergesellschaften unter anderem Internetmarktplätze für Banken, Finanzvertriebe, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Der Konzernumsatz lag 2018 nach Angaben des Unternehmens bei 266 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 29,3 Millionen Euro. Bundesweit beschäftigte die Hypoport AG 2018 mehr als 1300 Mitarbeiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 13:30 Uhr

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