Lila Bäcker: Insolvenz abgewendet?

Lila Bäcker: Insolvenz abgewendet?

Für die insolvente Bäckereikette «Lila Bäcker» (Pasewalk) gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur derzeit zwei mögliche Investoren.

«Lila Bäcker»

© dpa

Mit den beiden konkurrierenden Interessenten soll bis Ende April über eine mögliche Übernahme verhandelt werden, wie die Unternehmensführung ihren Mitarbeitern mitgeteilt hat. Nach drei Monaten Insolvenzausfallgeld über Arbeitsagenturen bekämen die rund 2700 Beschäftigten der Kette ab April Löhne und Gehälter wieder vom Unternehmen. Das Insolvenzverfahren soll wie geplant am 1. April beginnen. Die nötigen Gutachten würden dem zuständigen Amtsgericht vorgelegt.

Gewerkschaft fordert Gewissheit für Mitarbeiter

Die Backkette mit mehreren Produktionsstätten und 400 Läden vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg hatte im Januar eine «Gruppeninsolvenz in Eigenverwaltung» angemeldet. Dabei wurde Geschäftsführer Stefan Blaschak ein Insolvenzanwalt an die Seite gestellt. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten forderte, den Beschäftigten möglichst schnell Gewissheit zu geben. «Die Menschen leben seit Dezember in Unklarheit», sagte Jörg Dahms als NGG-Geschäftsführer.

Mehrere Filialen von Schließung bedroht

Aus dem Konzept gehe hervor, dass auch Ladenstandorte zur Disposition stehen. Der Umsatz der Gruppe, die auch als «Unser Heimatbäcker» firmiert, lag nach eigenen Angaben 2016 bei 142 Millionen Euro, 2017 bei 138 Millionen und 2018 bei 129 Millionen Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 13:16 Uhr

Weitere Meldungen