Infinera schließt im Herbst: 400 Mitarbeiter betroffen

Infinera schließt im Herbst: 400 Mitarbeiter betroffen

Der Netzwerkhersteller Infinera gibt sein Berliner Werk mit rund 400 Beschäftigten auf.

Demonstration vor dem Werkstor von Infinera

© dpa

Mitarbeiter des Unternehmens Infinera haben gegen die Schließung protestiert. Geholfen hat es nicht.

Der US-Konzern schließe zum 30. September 2019 seinen Standort in der Hauptstadt, teilte die Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch (27. März 2019) mit. Der Münchner Rechtsanwalt Burkard Göpfert als Verhandlungsführer des Infinera-Managements bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es eine Einigung mit dem Betriebsrat gebe, auf deren Grundlage der Standort Ende September schließe. Zu Einzelheiten des Abschlusses machte er keine Angaben. Zuvor hatte unter anderem der rbb darüber berichtet.

Transfergesellschaft fängt Mitarbeiter auf

Laut IG Metall einigten sich Betriebsrat und Arbeitgeberseite auf Abfindungen für die Arbeitnehmer und die Finanzierung einer Transfergesellschaft über insgesamt 24,5 Millionen Euro. Je nach Alter könnten die Beschäftigten für bis zu zwölf Monate in die Gesellschaft wechseln.

Über Infinera

Infinera stellt bislang im Stadtteil Spandau optische Übertragungssysteme für schnelle Datenleitungen her, etwa auch für den künftigen Mobilfunkstandard 5G. Der Standort gehörte bis zum vergangenen September zu Coriant und davor zu Siemens. Der US-Konzern Infinera übernahm Coriant zum 1. Oktober 2018.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 11:51 Uhr

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