DIW: Wirtschaft zieht nächstes Jahr kräftig an

DIW: Wirtschaft zieht nächstes Jahr kräftig an

Weniger Arbeitslose, stabile Preise, mehr Wirtschaftskraft: Die Konjunkturaussichten für Deutschland sind aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) besser als viele meinen.

Bundesministerium für Wirtschaft Berlin

© dpa

Für das laufende Jahr 2019 setzte das Institut am Donnerstag (14. März 2019) zwar seine Prognose deutlich um 0,6 Punkte herab und erwartet nur noch ein Prozent Wachstum. Im kommenden Jahr 2020 werde das Bruttoinlandsprodukt aber wieder um 1,8 Prozent zulegen, hieß es.

Arbeitslosenquote auf Rekordtief

«Wir haben Gegenwind, machen aber Fahrt voran», sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Zwar seien Maschinen und Anlagen aus Deutschland in einigen Ländern derzeit weniger gefragt als zuletzt, dafür gäben die Deutschen weiter kräftig Geld aus. Der Bauboom halte an, die Arbeitslosenquote sinke in diesem Jahr erstmals seit der Wiedervereinigung unter fünf Prozent, sagte Michelsen.

Ungeordneter Brexit händelbar

Der Export werde wieder zulegen, etwa wenn Konjunkturpakete in China wirken. Ein möglicher ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens werde nicht so große Verwerfungen bringen wie noch vor einem Jahr erwartet, sagte Michelsen. Er verwies auf gute Vorsorge der Unternehmen und auf britische Überlegungen, vorübergehend keine Zölle zu erheben.

Mehr Wachstum durch mehr Arbeitstage

Allein die Hälfte des erwarteten zusätzlichen Wachstums 2020 ist laut DIW darauf zurückzuführen, dass die Deutschen drei bis vier Arbeitstage mehr haben werden als 2019.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. März 2019 12:48 Uhr

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