Mehr Firmenpleiten in Berlin

Mehr Firmenpleiten in Berlin

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Berlin ist entgegen dem Bundestrend angestiegen.

Der Schriftzug «Insolvenz»

© dpa

Im vergangenen Jahr waren in der Hauptstadt 1365 Firmen in die Pleite gerutscht, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel in ihrer am Donnerstag (21. Februar 2019) veröffentlichten Insolvenzstudie für Deutschland mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um 0,4 Prozent gegenüber 1359 Fällen im Jahr 2017. Von 10 000 Berliner Unternehmen gingen im vergangenen Jahr 89 Firmen in Insolvenz. Im Nachbar-Bundesland Brandenburg wurde dagegen ein Rückgang von 0,7 Prozent erreicht.

Bundesweit abnehmende Insolvenzen

Bundesweit meldeten nach Crifbürgel-Angaben 19 552 Unternehmen Insolvenz an. Ein Jahr zuvor waren es 20 276. Die Zahl sei zum neunten Mal in Folge gesunken und habe den tiefsten Stand seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999 erreicht.

Anstieg der Firmeninsolvenzen 2019 erwartet

«2019 wird die Trendumkehr eingeleitet und wir erwarten einen Anstieg bei den Firmeninsolvenzen», erklärte Geschäftsführerin Ingrid Riehl am Donnerstag. Gefährdet seien unter anderem «Zombie-Unternehmen», die das derzeitige Niedrigzinsumfeld am Markt halte, die aber unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären.
Die meisten Firmenpleiten gab es nach Crifbürgel-Berechnungen 2018 in Bremen mit 105 Fällen je 10 000 Unternehmen, die wenigsten in Bayern mit 41 je 10 000 Unternehmen. Der Bundesschnitt lag bei 59 Fällen je 10 000 Firmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Februar 2019 14:42 Uhr

Weitere Meldungen