Ramona Pop will U-Bahn-Großauftrag beschleunigen

Ramona Pop will U-Bahn-Großauftrag beschleunigen

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat das Ziel des Senats bekräftigt, die geplante Bestellung von bis zu 1500 neuen U-Bahn-Wagen zu beschleunigen.

Ramona Pop

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Ramona Pop (Die Grünen)lächelt bei einem Pressegespräch.

Ziel sei, den Zuschlag für den Großauftrag «deutlich früher» als - wie bisher geplant - im Herbst zu erteilen, sagte Pop am Dienstag (12. Februar 2019) der Deutschen Presse-Agentur. Wenn dann keiner der unterlegenen Bewerber klage, könnten Mitte 2021 die ersten Wagen ausgeliefert werden.
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), deren Aufsichtsratsvorsitzende Pop ist, hatten sich zuletzt Probleme gehäuft. Wegen Wagenmangels müssen sich Fahrgäste vielfach in übervolle Züge quetschen, hinzu kommen Verspätungen und Ausfälle. Viele Jahre wurde nicht in die Erneuerung des Fuhrparks investiert mit der Konsequenz, dass gerade alte Modelle öfter kaputt sind, aufwendig repariert oder ganz aus dem Verkehr genommen werden müssen. Hinzu kommt, dass U-Bahn-Fahrer knapp sind.
Pop machte am Rande eines Besuches der Senatsmitglieder beim Zughersteller Stadler in Pankow deutlich, dass eine durchschlagende Verbesserung der Situation erst in einigen Jahren mit dem neuen Großauftrag eintreten wird. Bis dahin würden aber auch schon neue Wagen aus einer früheren, kleineren Bestellung geliefert. Sie werden bei Stadler in Pankow gebaut. Wer den Zuschlag für den neuen Auftrag bekommt, steht noch nicht fest.
Laut BVG werden nach bisherigen Planungen in diesem Jahr 32, im kommenden Jahr 56 und im Jahr darauf 48 neue U-Bahn-Wagen geliefert. 2022 sollen es schon 76 sein, danach jährlich 138.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Februar 2019 15:21 Uhr

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