Air-Berlin-Verwalter verklagt Etihad auf Schadenersatz

Air-Berlin-Verwalter verklagt Etihad auf Schadenersatz

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin verklagt ihren Großaktionär Etihad Airways auf einen Schadenersatz von bis zu zwei Milliarden Euro. Der entsprechende Antrag ist beim Landgericht Berlin eingegangen, wie die Pressestelle des Gerichts am 14. Dezember 2018 mitteilte. Zuvor hatte die Zeitung «Bild am Sonntag» darüber berichtet.

Logo von Air-Berlin auf einem Aufsteller

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Logo von Air-Berlin auf einem Aufsteller. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Der Insolvenzverwalter von Air Berlin, Lucas Flöther, verlange die Zahlung von 500 Millionen Euro sowie die Feststellung, dass Etihad zu weiterem Schadenersatz verpflichtet sei. Das Gericht legte den Streitwert «vorläufig auf bis zu zwei Milliarden Euro» fest.
Der Insolvenzverwalter sei der Auffassung, dass Etihad mit Sitz in Abu Dhabi sich im April 2017 in einem Dokument verpflichtet habe, Air Berlin in den folgenden 18 Monaten finanziell zu unterstützen. Weil Etihad diese Zusage im August 2017 zurückgenommen habe, habe Air Berlin Insolvenz anmelden müssen.
Seit 2012 hielt die nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate 29,2 Prozent an Air Berlin. Sie versorgte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft immer wieder mit frischem Geld und sicherte sich über die Beteiligung Zugang zum deutschen Markt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. Dezember 2018