Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

Trotz Fortschritten beim wirtschaftlichen Aufholprozess in den ostdeutschen Ländern sieht die Bundesregierung nach wie vor deutliche Unterschiede zum Westen.

Schriftzug «Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost»

© dpa

Schriftzug «Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost» an einer Wand.

Zwar hätten sich 28 Jahre nach der deutschen Einheit die Lebensverhältnisse im Osten weiter angenähert, heißt es im Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit. Allerdings liege der Osten etwa beim Lohnniveau und der Wirtschaftskraft im Vergleich zum Westen weiter zurück. Außerdem mangele es an Konzernzentralen großer Unternehmen. Noch immer sei eine deutlich geringere Exportorientierung der ostdeutschen Wirtschaft festzustellen.

Jahresbericht am Mittwoch vorgestellt

Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Kabinett befasst sich an diesem Mittwoch (26. September 2018) damit. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Wirtschafts-Staatssekretär Christian Hirte, stellt den Bericht am Mittag vor.

Ursachen für die Strukturunterschiede

Der Strukturunterschied zum Westen schlage sich in den ostdeutschen Ländern etwa in geringeren Forschungs- und Innovationsaktivitäten sowie in einer weniger ausgeprägten Internationalisierung nieder, heißt es in dem Bericht. «Niedrigere Produktivität und fehlende Spitzengehälter treten hinzu.»

Fortschritte im Osten

Der Ostbeauftragte sieht in dem Bericht aber zugleich Fortschritte im Osten: So habe sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt. Nahezu die Hälfte aller Beschäftigten in Ostdeutschland seien Frauen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei im Osten deutlich einfacher möglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. September 2018 09:40 Uhr

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